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Neues Programm im Staatsballet Berlin

Der November beim Staatsballett Berlin bietet neben bekannten Bühnenproduktionen zusätzlich Veranstaltungen an – zum Miterleben, Mitdiskutieren und Mitmachen.


Neben den Bühnenproduktionen Dawson, Lab_Works | Half Life und Dornröschen bietet das Staatsballet Berlin eine Fülle an Veranstaltungen im Rahmenprogramm an – zum Miterleben, Mitdiskutieren und Mitmachen. Beim Training zum Zuschauen kann das Publikum die tägliche Arbeit der Tänzer:innen miterleben. Let’s Move – Tanzt euch warm! lädt dazu ein, selbst das Tanzbein zu schwingen. Und neben dem Diskussionsabend Ballet for the future? startet die neue Gesprächsrunde Wir wollen reden!, in deren Rahmen Zuschauer:innen ihre Eindrücke nach einer Aufführung miteinander teilen können.


Ein Blick hinter die Kulissen:

Training zum Zuschauen

Am 1. November 2022 besteht im Zuge der Veranstaltung Training zum Zuschauen für interessiertes Publikum die seltene Möglichkeit, Ausschnitte aus der täglichen Arbeit der Tänzer:innen des Staatsballetts Berlin zu erleben, die sonst nur hinter der Bühne beim täglichen Training im Ballettsaal stattfindet. Die Tänzer:innen zeigen Übungen an der Stange und verschiedene Kombinationen in der Mitte, welche nicht nur elementar wichtig für die Kunstform an sich sind, sondern im Alltag auch dazu dienen, sich auf den Tag und auf die bevorstehenden Proben vorzubereiten und in den Aufführungen zu glänzen.

Das Training zum Zuschauen wird auf der Bühne der Deutschen Oper Berlin stattfinden, angeleitet von einer Ballettmeisterin und musikalisch live am Klavier untermalt von einer Pianist:in.

November 2022, 11.00 Uhr, Deutsche Oper Berlin: Training zum Zuschauen


Dawson

Ein Ballettabend über das Mensch-sein heute

Ab dem 2. November 2022 wird der zweiteilige Abend Dawson wieder in der Deutschen Oper Berlin zu sehen sein. David Dawson, einer der renommiertesten zeitgenössischen Choreographen, vereint die Arbeiten Citizen Nowhere und Voices, eine Kreation für das Staatsballett Berlin, als Reflektion über das Mensch-Sein in der heutigen Zeit.

Citizen Nowhere steht im Gegensatz zu Voices. Es ist ein Stück über eine Person in Isolation. Es entstand 2017. Ich hatte mich mit dem Thema Staatenlosigkeit befasst. Regeln wurden definiert, wie und wo man leben durfte. Dabei wird man einfach geboren um zu leben.“

Voices, ein Stück für vierzehn Tänzer:innen, handelt dagegen von der Gemeinschaft und ist geprägt von seinem Schaffensprozess während eines Corona-Lockdowns: „Voices ist eine Reise, die des Tanzes zurück in die Stadt, und für die Tänzer des Staatsballetts, damit sie den Weg zurück auf die Bühne finden. Eine Entwicklung für die Verbindung zwischen Künstler:innen. Eine Botschaft der Hoffnung und des Glaubens an die Möglichkeiten, ein Ideal zu erreichen.“

2., 4., 11., 18., 23. November 2022, je 19.30 Uhr, Deutsche Oper Berlin: Dawson


Gedanken- und Erfahrungsaustausch

Wir wollen reden! Über Dawson

Mit Wir wollen reden! lädt das Staatsballett Berlin zu einem Aufführungsausklang ein, bei dem Publikum und einzelne Tänzer:innen den jeweiligen Tanzabend gemeinsam Revue passieren lassen. Jeder Ballettabend ist ein Zusammenkommen unterschiedlicher Menschen sowohl auf der Bühne als auch im Publikumssaal, wodurch immer wieder neue Perspektiven auf die Ballettstücke entstehen. Zur Auftaktveranstaltung sind die Tänzer:innen Aya Okumura und Johnny McMillan eingeladen, nach ihrem Auftritt mit dem Publikum in den Dialog zu treten. Es soll ein Raum für einen gemeinsamen Gedanken- und Erfahrungsaustausch geschaffen werden, in dem individuelle Eindrücke und Interpretationen diskutiert werden können.

Welche Empfindungen lösen die Stücke aus? Was nehmen Publikum als auch die Tänzer:innen aus den Abenden mit? Was ist kritisch oder positiv aufgefallen? Und in welchen gesamtgesellschaftlichen Bezug kann das Gesehene gesetzt werden? Alle sind herzlich dazu eingeladen ihre Positionen zu teilen und das Gespräch gemeinsam zu gestalten. Moderiert von Pauline Kling (Studentin der Kulturwissenschaft und Kultursemiotik) und Felix Kusch (Master of Arts im Fach Politikwissenschaft).

November 2022, 21.30 Uhr, Deutsche Oper Berlin: Wir wollen reden!


Let’s move – tanzt Euch warm!

Kostenfreie Tanzkurse

Das Parkettfoyer wird zum Tanzparkett: Das Staatsballett Berlin und die Deutsche Oper Berlin laden jeden Samstagnachmittag im November alle Tanzfreudigen ein, mit Tango, Swing und Salsa den sinkenden Temperaturen zu trotzen. Jeweils ab 15.30 Uhr erklären Profis aus der Berliner Tanzszene die wichtigsten Schritte, die anschließend ausprobiert werden können – paarweise oder allein, mit Tanzschuhen oder auf Socken.

Jeder der Termine ist einem Tanzstil gewidmet, am dritten Nachmittag steht ein Stück Tanz auf dem Programm, das mit dem Staatsballett-Repertoire zu tun hat und das zum Mittanzen eingeübt wird. All das findet im Parkettfoyer der Deutschen Oper Berlin statt, der Eintritt ist frei.

5., 12., 19., 26. November 2022, 15.30 Uhr, Parkettfoyer der Deutschen Oper Berlin:
Let’s move – tanzt Euch warm!


Diskussionsreihe: Ballet for the Future? Wir müssen reden!

Freundeskreise, Follower, Fans und ein Ensemble

Im Rahmen der öffentlichen Diskussionsreihe Ballet for the Future? Wir wollen reden! wird das Thema “Freundeskreise, Follower, Fans und ein Ensemble – wer will was von wem?” durchleuchtet.

Vom einzelnen Fan, der für „seine“ Tänzerin alles tun würde über Follower, die online hinter die Kulissen blicken möchten bis hin zum Freundeskreis, der die persönliche Begegnung sucht und dafür nicht nur ideelle Unterstützung anbietet: Welche Herausforderungen und Möglichkeiten ergeben sich im Umgang mit den unterschiedlichen Gruppen im Umfeld einer Kulturinstitution? Gibt es überschneidende oder sich widersprechende Bedürfnisse? Wie funktionieren die digitale und die persönliche Sphäre?

Es diskutieren Florian Eckart (Fanbetreuer, Eisbären Berlin), Jens-Rainer Jänig (Beiratsmitglied des DAKU Dachverband für Kulturfördervereine in Deutschland e. V. und Vorstandsvorsitzender des Fördervereins der Berlinischen Galerie), Ingo Sawilla (Leitung Kommunikation, Berliner Ensemble und Berater im Bereich Online-Kommunikation für Kultureinrichtungen u.a. Bayreuther Festspiele), Daniil Simkin (Erster Solotänzer, Staatsballett Berlin), Dr. Christiane Theobald (Kommissarische Intendantin, Staatsballett Berlin und Stellvertretende Vorsitzende, Freunde und Förderer des Staatsballetts Berlin e.V.), moderiert von Claudia Henne (Tanzjournalistin).

November 2022, 19.00 Uhr, Foyer de la Danse in der Deutschen Oper Berlin


Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung via Email ist erforderlich.