Inzwischen ist es gar nicht mehr so leicht an ein Utopia in kriegerischen Tagen zu glauben, Amartya Sen hingegen zeichnet mit scharfer Feder den Entwurf einer eigenverantworlich und selbständig handelnden Gesellschaft. Nicht ohne dabei auf jahrhundertealte Probleme zu stoßen. Anhand der Theorien Kantischer Philosophie, aber auch auf Grundlage anderer Philosoph*Innen wie unter anderem auch Hegel skizziert der Autor ein Weltbild, in dem sich Widersprüche, durch eigenes Hinterfragen und gelebte Diversität nicht ausklammern müssen.

Die Warnung vor blinden Aktionismus

Besonders den blinden Aktionismus hinterfragt der Autor kritisch und sucht nach anderen Wegen, die moralischen, sozialen und ökonmischen bzw. politischen Freiheiten zu modellieren. An welchen Stellen passiert zu wenig und an welchen stellen müssen wir al Gemeinschaft mehr anpacken? Solche und andere Ausgangspersektiven werden von Sen gekonnt in das Essay aufgenommen und bilden eine ideale Grundlage für die nächste Diskussionsrunde.

Anregung zu einem mentalen Spaziergang

Vielmehr beschreibt der Sen die gedankliche Bias, die verstanden und deren Muster gebrochen werden müssen um ein friedliches und freies Miteinander zu ermöglichen. Ein nicht ganz einfaches Unterfangen, wie Amartya Sen in den Kapiteln des 102 Seiten Essays immer wieder aufzeigt. Untermauert hat Sen seine auf die Zukunft gerichteten Thesen, dabei mit Referenzen anderer hochrangiger Philosoph*Innen und anderer Autor*Innen.

Im allgemeinen geht es um Fragen wie die über einheitliche Forderungen über die allgmeinen Menschenrechte und ein welches Rechstssystem könnte darauf basieren: Erschienden ist das Buch im Reclam Verlag.