,

PANDAwomen 2026: Einen ganzen Monat stehen Frauen im Fokus

PANDAwomen macht den November zum feministischen Festivalmonat: Musik, Literatur, Performances, Workshops und Ausstellungen vom 4. bis 28.11. in Berlin.

Written by:
Reading Time:
3–4 minutes

Abhilfe für den Novemberblues: PANDAwomen wird jetzt erstmals einen ganzen Herbstmonat lang gefeiert. Vom 4. bis 28. November 2026 präsentiert die 9. Ausgabe des Festivals im PANDA platforma unter dem Motto “PANDAwomen 2026: November is female” Konzerte, Lesungen, Gespräche, Performances, Workshops und Ausstellungen – allesamt von oder mit FLINTA*-Acts.

Zu den PANDAwomen-Künstler*innen zählen die ungarische Singer-Songwriterin Vera Jónás. Sie bewegt sich zwischen akustischen Songs, Spoken Word und Live-Elektronik. Auch die belarussische Musikerin und bildende Künstlerin Anastasia Rydlevskaya gehört dazu. Ebenso die Berliner Schlagzeugerin und Sängerin Lisa Übel. Außerdem gibt es das Kollaborationsprojekt aus dem fünfköpfigen Ensemble Perperúna. Dieses Ensemble hat sich griechischen, sephardischen sowie Balkan-Gesangstraditionen verschrieben. Das estnische Flötenduo Kuula Hetke ist ebenfalls Teil der Gruppe.

Von Jazz über Folk bis zu Klassik: Das Musikprogramm

Das musikalische Spektrum erstreckt sich bei PANDAwomen über Folk und Pop bis zu Jazz und Klassik. Neben den genannten Künstler*innen sind auch das iranische Frauenensemble ABAN oder die Geigerin Mia Bodet zu erleben. Gemeinsam mit der Cellistin und Pianistin Viktoria Emilia Lomakova, laden sie ihre Klangwelten durch im Raum verteilte Düfte auch synästhetisch auf.

Zudem gehören vier PANDAjazz-Abende in das PANDAwomen-Programm. Es spielen Dead Leaf Butterfly, ein Berliner Quartett mit internationalen Wurzeln und einem Faible für das Experiment. Das Berlin und Straßburg vereinende hikaeme Trio bezieht auch japanische Formen wie Nagauta, Ondo und Hayashi mit ein. Außerdem lässt das Red Color Trio musikalische Fundobjekte in seine Kompositionen einfließen. Auch die Berliner Jazz-Ikonen Aki Takase (Klavier) und Silke Eberhard (Saxophon) sind vertreten.

Zwei PANDAwomen-Abende kombinieren mehrere Kunstformen: Lidya Durmazgüler lädt beispielsweise zum interdisziplinären “Women of Rebetiko” ein. Diese Veranstaltung beinhaltet sogenannte “Mafialieder”. Durmazgüler zeigt Archivmaterial. Sie singt selbst und spricht über ihre Recherchen. Und das Duo Pedro y Juan spielt zum Tango-Dialog zwischen Cello und Akkordeon auf, damit im Anschluss Katerina Sheveleva und Ekaterina Lyasheva aka DJ Ryba das Publikum auf ihre audiovisuelle Reise “Night of Berlin” mitnehmen können.

Die Pianistin Maria Nemtsova wird zudem einen Klavierabend bestreiten, begleitet von Kommentaren der Kunsthistorikerin Ekaterina Rikota

hikaeme Trio © Cristina Marx / Photomusix

Literatur-Gespräche und Theater

Für zwei Events kommen renommierte, vielfach ausgezeichnete Schriftstellerinnen ins PANDA platforma. Sie werden im Rahmen des Formats “Treffen ohne Übersetzung” aus aktuellen Texten lesen. Außerdem sprechen sie mit dem Publikum. Zu Gast sind die ukrainisch-deutsche Autorin Katja Petrowskaja mit ihrem 2025 erschienenen Buch “Als wäre es vorbei.

Texte aus dem Krieg” sowie die in Berlin lebende Dichterin und Essayistin Maria Stepanova, die aus ihrem neuen Roman “Anne in a Box” (2026) liest. Mahide Lein von AHOI Kultur und die PANDA-Vorstandsvorsitzende Svetlana Müller beleuchten die oft unsichtbare Arbeit von Frauen in der Musikindustrie. Sie diskutieren Wege zu mehr Sichtbarkeit und Entscheidungsspielraum.

Mit “28” verwandelt Anja Demidova Olga Shiliaevas Stück “28 Days” – das die gesellschaftliche Stigmatisierung der weiblichen Menstruation verhandelt – in eine performative Lesung. Zudem findet mit “10 Signs That You Have Fallen Into a Black Hole” die erste offizielle Vorführung des neuen Schattentheaterstücks mit Objekten statt. Die belarussische Tausendsasserin Sveta Ben stellte es mit Lina Hesse und Vanya Kilber auf die Beine.

Flankierende Workshops

Mehrere Workshops runden das PANDAwomen-Programm ab: die Schauspielerin und Sängerin Evgenia Borzykh (SBP4, Mein geliebtes Land) lädt zum bewussten Atmen und im-Körper-Sein ein. Die Sängerin Sasha Lurje veranstaltet einen Workshop zu jüdischen Frauenliedern. In Tia Hüpenbeckers “Minivanka”-Workshop lernen die Teilnehmer*innen die traditionelle ukrainische Stickkunst kennen – und besticken das traditionelle Kleidungsstück selbst.

Das Festivalprogramm bekommt auch eine visuelle Rahmung. In der ersten Novemberhälfte wird Ekaterina Sisfontes’ Ausstellung “The Eye of the Beholder” präsentiert. Diese zeigt Silberobjekte, Fotografien und digitale Drucke über Körperbilder und Identität. Am 17.11 eröffnet eine Ausstellung der Künstlerinnen Masha Arendt und Vaiva Monika Lanskoronskytė.  

PANDAwomen Festival

4.11-28.11.2026

Das Programm wächst weiter: Weitere Künstler*innen werden noch bekannt gegeben.

PANDA platforma wird gefördert durch das Land Berlin – Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die Förderung erfolgt auch durch das Amt für Weiterbildung und Kultur Pankow – Kunst und Kultur.

https://panda-platforma.berlin/

Contributors Avatar

Leave a comment.

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.


Subscribe to Our weekly B'SPOQUE magazine Newsletter

Subscribe to get the latest posts sent to your email. Datapolicy