• ZKM: Videokunst – Zwischen Film, Raum und Technologie

    Videokunst verschiebt die Grenzen zwischen Film, Installation und digitaler Technologie. Zeit wird Material, der Bildschirm zum Raum für neue Formen des Sehens.

    Im digitalen Zeitalter ist das bewegte Bild längst mehr als Unterhaltung. Videokunst hat sich zu einer eigenständigen künstlerischen Sprache entwickelt, die Zeit, Raum und Wahrnehmung neu organisiert. Sie bewegt sich zwischen Film, Installation, Performance und digitaler Technologie – und stellt damit eine der prägendsten Kunstformen unserer Gegenwart dar.

    Eine zentrale Institution für diese Entwicklung ist das ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe. Seit seiner Gründung 1989 versteht sich das Haus als Plattform für die Verbindung von Kunst, Wissenschaft und Technologie. Hier wird Medienkunst nicht nur ausgestellt, sondern auch produziert, erforscht und archiviert. Das ZKM gilt deshalb als eine weltweit einzigartige Kulturinstitution, die klassische Kunstformen in das digitale Zeitalter überführt und gleichzeitig neue künstlerische Formate entwickelt.

    Videokunst erklärt

    Mit rund 15.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche, Forschungsinstituten und einer umfangreichen Mediathek bietet das Zentrum Raum für Experimente mit neuen Medien. Besonders bedeutend ist dabei seine Sammlung von Video- und Medienkunst, die zu den größten und wichtigsten Beständen Europas gehört.

    Videokunst ist dabei weit mehr als ein Film im Ausstellungsraum. Sie arbeitet mit Montage, digitalen Effekten, dokumentarischen Fragmenten oder performativen Gesten. Künstlerinnen und Künstler nutzen Video, um gesellschaftliche Fragen sichtbar zu machen, Erinnerung zu reflektieren oder virtuelle Bildwelten zu erschaffen. Zeit wird zum Material, der Bildschirm zur Bühne.

    Spiegel unserer medialen Realität

    Anders als im Kino verlangt Videokunst häufig eine aktive Betrachtung. Die Zuschauer bewegen sich durch Installationen, erleben parallele Bildströme oder treten in Interaktion mit den Werken. Dadurch verschiebt sich die Rolle des Publikums: Es wird Teil der Arbeit und der Erfahrung.

    Institutionen wie das ZKM zeigen, wie stark Videokunst mit den technologischen Entwicklungen unserer Zeit verbunden ist. Digitale Bildproduktion, künstliche Intelligenz, Virtual Reality oder Netzwerke prägen die ästhetischen Möglichkeiten ebenso wie die gesellschaftlichen Fragen, die Künstlerinnen und Künstler aufwerfen.

    Videokunst ist deshalb nicht nur ein Medium – sie ist ein Spiegel unserer medialen Realität. Sie zeigt, wie Bilder unsere Wahrnehmung formen, wie Technologie unsere Kultur verändert und wie Kunst neue Räume des Denkens eröffnen kann.

    Besucht die Website: https://zkm.de

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    Gorki Theater Premiere: JANE EYRE nach Charlotte Brontë

    Frühling im Maxim Gorki Theater: NEWROZ, Konzerte, Feminismus & Solidarität mit Rojava – ein März zwischen Rave, Widerstand und starken Stimmen.

    Endlich Frühling! Am Freitag, den 20. März beginnt er im Maxim Gorki Theater offiziell. Und am 21/März feiert das Gorki NEWROZ! – den kurdischen Frühlingsanfang. Das Fest steht für Erneuerung, Freiheit und den Sieg über die Unterdrückung. Das sind heute wieder erschreckend aktuelle Themen.

    Die kurdische autonome Region Rojava wird in den letzten Wochen von syrischen Truppen und dem IS brutal und auf schlimmste Weise menschenrechtsverletzend angegriffen. Seitdem sammeln wir gemeinsam mit unserer Artist in Residence, Zehra Doğan, nach jeder Vorstellung noch bis einschließlich Newroz Spenden für Heyva Sor, den Kurdischen Roten Halbmond. 

    Rave trifft Heritage

    Am Newroz-Abend präsentieren ab 21:00 im Studio Я Muskila und Simona Abdallah für ihr erstes Berlin-Konzert eine Live-Performance, die in der kraftvollen Energie nahöstlicher Live-Percussion und cluborientierter elektronischer Musik verwurzelt ist. Eine Hommage an ihre kurdischen und palästinensischen Wurzeln, die gleichzeitig in Rave-Ästhetiken und futuristische Clubkontexte hineinführt. Abgerundet wird der Abend von einer Party mit der in Hannover lebenden, kurdischen DJ Orientalisman.

    Gleich sechs Gorki-Stücke sind im März auf Tour – von Leipzig bis Athen –, während die einzige März-Premiere am 13. des Monats im Studio Я stattfindet: JANE EYRE, der Klassiker aus dem Jahre 1847, den sich unser Ensemblemitglied Nairi Hadodo zusammen mit Daniela Holtz neu vorgenommen hat.

    Mit Gesang, Tanz und einer scharfen Beobachtung unserer heutigen Praxis, Macht und Liebe zu vereinen. Sie erlauben sich in feministischer Tradition eine schwesterliche und generationsübergreifende Fortführung. Außerdem radikalisieren sie die Gedanken von Charlotte Brontë.

    Programm zum Internationalen Frauentag

    Bereits einige Tage zuvor, am 8/März, ist Internationaler Frauentag. Um 18:00 beginnt das Konzert des von Sema Moritz und Shermin Langhoff ins Leben gerufenen Chores SEYYARE – ANATOLIAN WOMEN’S CHOIR. Die zwanzig Choristinnen wirkten zuletzt auch in Ersan Mondtags Inszenierung Das Rote Haus mit. Sie bringen jahrhundertealte Volkslieder aus Anatolien, dem Balkan, dem Kaukasus und dem Nahen Osten auf die Bühne des Maxim Gorki Theaters. Diese Lieder stammen aus ihren Migrations- und Exilerfahrungen.

    Am Vorabend, am Abend des Samstag, den 7/März, feiert das Studio Я mit dem queeren CLUB DE BAILE mit lateinamerikanischen Sounds ab 20:00 in den feministischen Kampftag hinein.

    Der 15/März gehört dann dem Roten Haus. So hieß das Telefunken Arbeiterinnen-Wohnheim in der Stresemannstraße 30. Im jüngst stattgefundenen 7. Berliner Herbstsalon ЯE:IMAGINE: THE RED HOUSE – INVENTORIES/INTERVENTIONS/INVENTIONS war ihm eine Ausstellung gewidmet, die aktuell noch einmal unter dem Titel DAS ROTE HAUS: STRESEMANNSTRASSE 30 – EINE INVENTUR im Gorki-Kiosk gezeigt wird und am 15/März um 17:00 mit einer Finissage zu Ende geht.

    Frauen, die einander halten

    In diesem Rahmen wird es einen kleinen musikalischen Beitrag der Sängerin Nihan Devecioğlu geben, die zudem um 20:30 mit ihrem Projekt YOLDAŞ – FRAUEN, DIE EINANDER HALTEN, rund um die Arbeiterinnen aus dem Münchner BMW-Werk, im Studio Я zu sehen sein wird.

    Auf der großen Bühne zeigen wir um 18:00 Ersan Mondtags und Till Brieglebs Theaterstück DAS ROTE HAUS, das zu Beginn der Spielzeit Premiere feierte und den 7. Berliner Herbstsalon eröffnete. Es basiert auf Motiven aus Emine Sevgi Özdamars Romanen Die Brücke vom Goldenen Horn und Seltsame Sterne starren zur Erde sowie Interviews mit ehemaligen Heimbewohnerinnen.

    Das gesamte März-Programm des Maxim Gorki Theaters finden Sie unter www.gorki.de

    Maxim Gorki Theater Berlin
    Am Festungsgraben 2
    10117 Berlin
    Tel. 030 – 20221 355 / 392
    presse@gorki.de
    www.gorki.de  

    Text von Elisa Thorwarth und Nino Medas, Presse  

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  • Helmut Newton‘s One-off Album der Bildband

    Ein einzigartiges Album von Helmut Newton mit 112 Originalabzügen wird erstmals in Berlin gezeigt – Ikonen, Polaroids und seltene Arbeitsfotos.

    Der dritte Teil der Sommerausstellung ist einem Album von Helmut Newton gewidmet, das der Fotograf 1999 für den Sammler Gert Elfering zusammengestellt hat und inzwischen in die Nicola Erni Collection gelangt ist.

    Die Sammlerin zeigt das Unikat außerhalb ihrer Schweizer Ausstellungsräume nun zum ersten Mal in Berlin. Es handelt sich um 112 kleinformatige Originalabzüge in Schwarz-Weiß und Farbe sowie unterschiedlichen Bildformaten. Diese wurden von Newton und Elfering ausgewählt. Sie sind auf einem Trägerkarton geklebt und handschriftlich mit einem Titel oder einer ergänzenden Geschichte zum jeweiligen Bildmotiv versehen.

    Die montierten Fotografien wurden damals nicht gebunden, sind inzwischen einzeln gerahmt und können nun, Seite an Seite, betrachtet werden. Es handelt sich um ikonische Modefotografien ebenso wie bislang noch nie gezeigte Arbeitsfotos, die am Rande seiner Modeshootings entstanden, um Polaroids und Werbeaufnahmen.

    „Helmut Newton: One-off“

    Erschienen im Phaidon Verlag, mit Texten von Philippe Garner, Gert Elfering, Matthias Harder und Nicola Erni

    ISBN: 978 1 83729 151 9

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    CHAUSSEE 36: HÔTEL NOIR II von J. Konrad Schmidt

    Die Ausstellung entfaltet eine dichte Bildwelt aus analogem Schwarz-Weiß, Grandhotel-Ästhetik und intimen, selbstbestimmten Momenten weiblicher Sinnlichkeit.

    Mit HÔTEL NOIR II setzt der Berliner Fotograf J. Konrad Schmidt seine vielbeachtete Werkreihe fort und verdichtet darin seine unverwechselbare Bildsprache: analoge Schwarz-Weiß-Fotografie trifft auf die diskrete Eleganz internationaler Grandhotels und intime Begegnungen zwischen Licht, Raum und weiblicher Präsenz. Die Ausstellung bei CHAUSSEE 36 entführt Besucher*innen in eine visuell reduzierte, zugleich hochsinnliche Welt.

    Seit 2010 fotografiert Schmidt anonyme Protagonistinnen und professionelle Models in Metropolen wie London, Tokio, Los Angeles, Paris, Berlin und New York. Im Zentrum steht ein geschützter Raum, in dem Frauen ihre eigene Vorstellung von Erotik selbstbestimmt erkunden und inszenieren können. Die Serie versteht sich als Hommage an weibliche Sinnlichkeit – jenseits gängiger Zuschreibungen und digitaler Schnelllebigkeit.

    J. Konrad Schmidt, aus der Serie „HÔTEL NOIR“, 2010-2026 © J. Konrad Schmidt, Courtesy: the artist

    Charakteristisch für Schmidts Arbeiten sind starke Hell-Dunkel-Kontraste, die an die Ästhetik des Film Noir erinnern. Seine ikonografische Bildsprache verbindet narrative Verdichtung mit bewusst gesetzten Leerstellen, die individuelle Assoziationen ermöglichen. In Zusammenarbeit mit Persönlichkeiten wie Kristina Vogel und Viktoria Modesta erweitert Schmidt den Diskurs um Aspekte von Inklusion und Körperlichkeit und verknüpft diese mit sehr persönlichen Perspektiven.

    Bereits der erste Band HÔTEL NOIR wurde mit Gold beim Deutscher Fotobuchpreis 2020 ausgezeichnet. Mit HÔTEL NOIR II erscheint nun die Fortsetzung – und in der CHAUSSEE 36 die erste Ausstellung zum neuen Buch. Gezeigt werden ausgewählte Silbergelatineabzüge, darunter bislang unveröffentlichte Motive.

    Das Projekt ist dabei mehr als eine fotografische Serie: Es ist ein bewusstes Plädoyer für die physische Erfahrung von Fotografie. Die Arbeiten sind nicht online zugänglich, sondern entfalten ihre Wirkung ausschließlich im gedruckten oder analogen Original – als haptisches, nachhaltiges Seherlebnis.

    Die Ausstellung bietet eine seltene Gelegenheit, die originalen Abzüge in ihrer materiellen Präsenz zu erleben.

    Eröffnung: Freitag, 27. Februar 2026, 20–22 Uhr
    Ausstellung: 28. Februar – 4. April 2026
    Öffnungszeiten: Donnerstag – Samstag, 13–18 Uhr
    Ort: CHAUSSEE 36 Photography, Berlin

    Eintritt frei.

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    The Neuro Pie EP by Fleck E.S.C. via Synaptic Cliffs

    Fleck E.S.C. joins Synaptic Cliffs with The Neuro Pie EP—an electro-cosmic decoding of post-human consciousness from the Tokyo Null Zone.

    Synaptic Cliffs is thrilled to welcome the synthetic humanoid Fleck E.S.C. to its neural family. He is planet-wide known as a master of Electro Space Cookie productions and a legendary figure among 4D wanderers since his voluntary transmigration to the Tokyo Null Zone. This release is not merely a collection of tracks but a detailed, musically decrypted analysis of post-human consciousness.

    The pieces were extracted directly from the non-Euclidean circuits of his own, self-constructed Franck Collin Android body. Prepare your brainstems for a complete recalibration. Enjoy this perfect fusion of French precision and the wild, uncontrollable energy of Neo-Shinjuku.

    “It’s like hearing the entire evolutionary history of humanity played backward in a single millisecond while a synthesizer scores the birth of a new star,” says pdqb.

    Artist: Fleck E.S.C.
    Release: The Neuro Pie EP
    Label: Synaptic Cliffs
    Release Date: January 30, 2026

    Tracks:
    A1 Masking Tape 6:40
    A2 Chiba Run 3:52
    B1 Time Unknown 6:10
    B2 Clear Leak Frenzy 5:30

    The EP comes also with a neon-orange transparent vinyl, mastered by the infamous Mike Grinser, with an artwork by Thomas Drascha.

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    Innershades – Heritage vol. 2 via Altered Circuits

    Innershades returns with Heritage Vol. 2—raw New Beat roots meet early 90s techno energy. Forward-facing club tools on Altered Circuits.

    Three years after the release of Volume 1, Innershades returns to home turf with a second entry in his Heritage series. The New Beat territory that its predecessor tackled, serves as the starting point for the A-side of Volume 2 as well.

    The glistening arpeggios and choir patches on “Mind State” enhance the track. The unyielding kicks, alarm-like synth lines, and plodding tempo of “System Breakdown” contribute to its unique feel. These elements reaffirm how the genre’s hallmarks smoothly align with the artist’s own inclinations.

    The B-side draws from the broad spectrum of styles that emerged a bit later, in the early nineties. During this time, it seemed the dance floor would move unimpeded between genres and bridge them. The boundaries were often not as firmly established. “Fuse Memory” nudges the pace forward, driven by the 909 and a staple hypnotic lead.

    When the drums come to a halt, a 303 emerges to flesh out the break. “Rhythm Composer” continues in a similar early techno vein, but pulls the track into outer space via its formant-heavy leads and Detroit-tinged sci-fi sweeps.

    On ALT023 Innershades appears in fine fettle, providing another batch of up-front club tracks, inspired by the past yet moving forward.

    Innershades preview of Heritage vol. 2 on soundcloud

    release date: March 30th, 2026
    label: Altered Circuits
    catalog no: ALT023

    About Innershades:

    Innershades is Thomas Blanckaert, a Belgium‑born producer and DJ known for his eclectic, club‑ready electronic music rooted in house, techno, electro, acid and New Beat influences. He emerged in 2013 with early releases such as That Girl and Gravure. He quickly gained attention for bass‑heavy, rave‑charged productions. These draw from Chicago, Detroit and European underground sounds.

    Over the last decade, Innershades has developed a distinctive sound palette marked by powerful kicks, hypnotic synth lines and analog hardware textures. He co‑founded the label Altered Circuits to showcase forward‑thinking club music. He has released numerous EPs and albums there. This includes the Heritage series, which pays homage to Belgium’s New Beat heritage. It also pushes its legacy forward. His work also spans side projects and aliases, with explorations into electro, progressive and trance‑tinged styles.

    As a DJ, Innershades is celebrated for dynamic, genre-blending sets. These sets balance raw dancefloor energy with atmospheric depth. This makes him a respected figure in the international electronic music community.

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    Uzimoto – Hamischak & Hamalach Alhakar, Hasatan Bapratim

    Uzimoto blends post-punk, new wave and dub into raw minimal-pop. Hamischak and Hamalach Alhakar mark the first glimpse of his debut album in his mother tongue.

    Uzimoto has been collecting and toying around fragments of sound for nearly a decade. Some of his minimal-pop ideas lived only in his head; others were sung to himself like mantras, captured on handheld recorders after bike rides across Berlin or during solitary climbs up staircases.

    From DIY Punk to Solo Identity

    Formerly a member of several bands — among them EGONX, Tanning Bats and Skeleton Glove — he emerged from restless DIY punk circles that rarely lingered long in one place.

    His roots gradually coalesced into this boundary-free solo persona. His music is a radiant mixture of post-punk, new wave and dub, blending analog synths, drum machines, tribal percussion and self-recorded textures. The result channels the spirit of an obscure minimalist searching for moments of illumination.

    Hyper-Punk Meets Fragile Intimacy

    On stage, he reveals a quiet contrast — ruthless hyper-punk energy paired with a tender and delicate inner voice. His compositions are performed live on samplers and Casio keyboards at his fingertips. Each piece offers an honest glimpse into his inner world — stitched together and delivered as raw as they were first captured.

    2026 marks the release of a long-held creative bottleneck for Uzimoto. This year he unveils his first two singles in his mother tongue — the first glimpse into the world of his upcoming debut album.

    Uzimoto – Hamischak (the Game) & Hamalach Alhakar, Hasatan Bapratim (The Angel’s On The Pillow, The Devil’s In The Details)

    Details:

    Release Date: February 20th, 2026

    Get The EP on bandcamp

    Post-Punk, Synth-Wave, Synth-Pop, Electro

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  • EMAF 2026 – Artist in Focus: Marwa Arsanios  

    Artist in Focus: Das EMAF zeigt Filme von Marwa Arsanios – zwischen politischer Imagination, Landkämpfen und feministischer Praxis.

    In der Reihe Artist in Focus stellt das EMAF das filmische Werk namhafter zeitgenössischer Künstler*innen vor, teils auch im Dialog mit weiteren Filmen oder Beiträgen, die mit ihrem Werk in Verbindung stehen. In diesem Jahr präsentieren wir Arbeiten der im Libanon geborenen, in Berlin lebenden Künstlerin Marwa Arsanios (geboren 1978).

    Damit würdigen wir eine international beachtete künstlerische Praxis. In dieser sind Film und Recherche, politische Imagination und kritische Intervention eng miteinander verwoben.  

    Who Is Afraid of Ideology?

    Im Zentrum des Programms steht die seit 2017 fortlaufende, inzwischen fünfteilige filmische Serie Who Is Afraid of Ideology?. Darin begleitet Arsanios feministische Kollektive und Initiativen im irakischen Teil Kurdistans, in Syrien, im Libanon und Kolumbien. Ihr Einsatz für die Vergemeinschaftung und Rückgabe von Land geht mit ihrem Kampf um Selbstbestimmung Hand in Hand.

    In einem kontinuierlichen Prozess des Gesprächs und Austauschs portraitiert Arsanios Frauen. Diese Frauen praktizieren in ländlichen Regionen kollektive, antikapitalistische und antipatriarchale Formen des Zusammenlebens. Sie verteidigen überlieferte Formen der Landnutzung gegenüber Privatisierung und kolonialer Besatzung. Außerdem setzen sie sich für die Wiederherstellung von historischem Gemeineigentum ein.

    Die Weitergabe von Wissen, Solidarität und gegenseitige Unterstützung spielen dabei immer eine Rolle und werden auch in der filmischen Arbeit mit reflektiert.

    Right of Passage

    Der aktuelle, fünfte Teil der Serie, Right of Passage (2026), entfaltet sich in der Welt des Traums. In ihr sind jene Grenzziehungen, die Eigentum und Territorium begründen, die Menschliches von Nichtmenschlichem und Vergangenes von Gegenwärtigem trennen, suspendiert. Ihre Durchlässigkeit ermöglicht die freie Passage unterschiedlicher „politischer Tiere“, die Artikulation traumatischer Verluste und Bildung neuer Allianzen.

    Im Dialog mit ihren eigenen Arbeiten zeigt Arsanios Filme von Simone Bitton, Mohammad Malas und Reem Shilleh, die ergänzt und erweitert werden durch Workshops, Lesungen und Gespräche. Weitere Gäste sind Ali AlAdawy, Haytham el-Wardany und Stefanie Baumann.

    Sie orientieren sich an Fragen, die Arsanios folgendermaßen skizziert: „Wie können wir von Filmen lernen, die aus dem Land heraus entstehen, die in Landkonflikten verwurzelt sind und selbst zu pädagogischen Objekten werden? Welche filmischen Formen erwachsen aus der Topografie eines Ortes, seiner geografischen Beschaffenheit und seinen Böden? Und wie wird das Filmset seinerseits zu einem pädagogischen Raum für diese Konflikte?“

    Zwischen dokumentarischem und fiktionalem Erzählen

    Film Still Have You Ever Killed a Bear or Becoming Jamila von Marwa Arsanios

    Bereits in ihren früheren Arbeiten reflektiert Arsanios das filmische Bild. Sie beschäftigt sich mit ihrer eigenen Verstrickung in unterschiedliche Prozesse der Bilderzeugung. Diese bewegen sich zwischen dokumentarischem und fiktionalem Erzählen, militantem Filmemachen und künstlerischer Intervention.

    In Have You Ever Killed a Bear or Becoming Jamila (2014) begegnen wir der legendären algerischen Revolutionärin Djamila Bouhired in unterschiedlichen medialen Verkörperungen. Arsanios untersucht von der ikonischen Figur Bouhired ausgehend. Wie haben sozialistische Projekte der Vergangenheit feministische Projekte befördert? Wie haben nationale Befreiungsbewegungen feministische Projekte marginalisiert?

    In Amateurs, Stars and Extras or Labor of Love (2018) wird das Filmset zum Ort. Dort erscheinen jene unsichtbaren Formen reproduktiver Arbeit. Diese verleihen dem kapitalistischen System Stabilität und Dauer. In komplex gebauten, inszenierten und dokumentarischen Szenen sprechen Frauen in Mexiko und dem Libanon von Arbeit, Freizeit und Widerstand.

    Zur Biografie:

    Marwa Arsanios’ Arbeit kreist um strukturelle Fragen. Sie versucht, Raum innerhalb von und parallel zu bestehenden Kunststrukturen zu schaffen. Dieser Raum ermöglicht das Experimentieren mit unterschiedlichen Formen der Versammlung. Arsanios beginnt mit architektonischen Räumen sowie ihrer Transformation und Anpassungsfähigkeit. Es umfasst auch von Künstler*innen betriebene Räume und temporäre Zusammenkünfte.

    In den letzten Jahren widmeten ihr u.a. das Haus für Kunst Uri (2026), die Joan Miro Foundation (2025), das Artium Museum (2025), BAK Utrecht (2024), der Heidelberger Kunstverein (2023). Mosaic Rooms, London (2022) und das Contemporary Arts Center, Cincinnati (2021) organisierten Einzelausstellungen. Sie war außerdem an zahlreichen internationalen Gruppenausstellungen beteiligt, wie jüngst der Documenta 15 (2022), der Sydney Biennial (2022), der 11th Berlin Biennale (2020) und der Gwangju Biennial (2018).

    Ihre Filme werden regelmäßig auch bei internationalen Filmfestivals gezeigt. Film- und Kunstprofessionals können sich weiterhin hier online akkreditieren.

    Festival: 22 – 26 April 2026 /
    Exhibition: 22 April – 25 May 2026

    Osnabrück

    Wir freuen uns auf Euren Besuch!
    Das Team des EMAF 2026

    www.emaf.de

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    John Tejada – Nightshift / The Innocents EP

    John Tejada’s Nightshift / The Innocents blends rhythm, subtle melodies, and cinematic loops, balancing momentum and reflection with understated power.

    With “Nightshift / The Innocents,” John Tejada presents two tracks built around movement and restraint. They work through rhythm first, with small shifts and understated melodic details gradually shaping the feeling of each piece. Recent work leaned more toward inward listening; here the focus is on forward motion and a more physical kind of energy, while still keeping things slightly left of center.

    These tracks live in the spaces between sounds. Small, almost cinematic traces pass through tight, looping patterns and then fade again, so the emotion arrives slowly rather than being stated outright. The repetition gives the music its weight, while the atmospheres open up around it, creating a tension that sits somewhere between momentum and reflection.

    Details:

    Artist: John Tejada
    Release: Nightshift / The Innocents (PAL098)
    Label: Palette Recordings
    Release Date: February 13th, 2026

    “Nightshift / The Innocents” feels both new and familiar. It carries echoes of earlier Tejada material but with a leaner frame and a clearer sense of purpose. The music strips back to essentials, lets groove do most of the talking, and leaves the rest unsaid.

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