Mit SUMO bekommt Berlin einen neuen Ort für Mode, Fotografie und visuelle Kultur. Nach fünf Jahren als etablierte Online-Plattform für seltene Vintage-Couture eröffnet das von Alana Richards gegründete Label am 12. September 2026 seinen ersten stationären Store in Charlottenburg. In der Leibnizstraße 48 entsteht dabei weniger eine klassische Boutique als ein kuratierter Raum, in dem Archival Fashion auf Kunst und Fotografie trifft.


Seit seiner Gründung im Jahr 2021 widmet sich SUMO der Recherche und Vermittlung außergewöhnlicher Designerstücke. Im Mittelpunkt stehen dokumentierte Runway-Pieces, seltene Sammlerstücke und Vintage-Couture von prägenden Designern der Modegeschichte. Zu den vertretenen Namen gehören unter anderem Thierry Mugler, Azzedine Alaïa, Yves Saint Laurent, John Galliano, Alexander McQueen, Tom Ford für Gucci, Givenchy und Jean Paul Gaultier. Ergänzt wird die Auswahl durch hochwertige Accessoires sowie laufsteginspirierte Entwürfe aus entscheidenden Phasen ihrer jeweiligen Schaffensperioden.
Mode als Ausdruck einer gestalterischen Handschrift
Dabei geht es SUMO nicht allein um die Seltenheit oder den materiellen Wert einzelner Kleidungsstücke. Mode wird als Ausdruck einer unverwechselbaren gestalterischen Handschrift verstanden – über Silhouette, Konstruktion und die kreative Vision ihrer Urheber. Ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit ist deshalb die Recherche: Wann immer möglich, werden die Stücke ihrer jeweiligen Saison und Kollektion zugeordnet und mit Laufstegaufnahmen, Kampagnen, Editorials und weiteren historischen Quellen kontextualisiert. Aus dem einzelnen Kleidungsstück wird so ein Objekt mit Geschichte und kulturellem Zusammenhang.
„SUMO hat sich schon immer an der Schnittstelle von Mode und Kunst bewegt“, sagt Gründerin Alana Richards. Die Wahl des Standorts sei deshalb bewusst auf Charlottenburg gefallen: In der Leibnizstraße befindet sich der neue Store zwischen den Luxus-Boutiquen rund um den Ku’damm und den Galerien der Mommsenstraße. SUMO möchte damit nicht nur das bestehende Angebot des Viertels ergänzen, sondern zugleich eine andere Perspektive auf Vintage und Couture eröffnen.
Auch die Gestaltung des Stores folgt diesem Gedanken. Die Räume sind wie eine Galerie konzipiert und setzen ausgewählte Fashion Pieces gemeinsam mit thematisch abgestimmter Fotografie in Szene. Ein zentral platzierter Le-Corbusier-LC6-Tisch dient zudem als Ort für wechselnde Publikationen aus den Bereichen Mode, Fotografie und Kunst. Die Präsentation bleibt bewusst in Bewegung und wird mit jeder neu eintreffenden Kollektion aktualisiert.
Ein Store als Ausstellungsraum
Mit dem neuen Standort erweitert SUMO sein Konzept um ein fortlaufendes Ausstellungsprogramm. Zur Eröffnung zeigt der Store „Going Underground“, eine Einzelausstellung des in Los Angeles lebenden Fotografen Leonard Drorian. Der zwischen Berlin und seiner Heimatstadt arbeitende Künstler präsentiert analog entstandene Modefotografien, deren filmische Bildsprache einen weiteren Zugang zur Beziehung zwischen Kleidung, Körper und visueller Kultur eröffnet. Drorians Arbeiten wurden bereits von LensCulture und PhotoVogue präsentiert und unter anderem in Schön! und Contributor veröffentlicht.
Die Verbindung von Mode und visueller Inszenierung ist auch eng mit der Biografie von Alana Richards verbunden. Die gebürtige Irin kam 2008 nach Berlin und arbeitete mehr als ein Jahrzehnt als zeitgenössische Künstlerin, bevor sie zusätzlich Erfahrungen als Visual Merchandiserin in der Luxusmode- und Retailbranche sammelte. Diese beiden Perspektiven – Kunst und Mode – bilden heute die Grundlage für die kuratorische Ausrichtung von SUMO.

Dass das Konzept über den klassischen Handel hinausweist, zeigen auch die bisherigen Kooperationen des Hauses. SUMO arbeitete unter anderem mit SO/ Berlin Das Stue und SO/ Paris zusammen und realisierte während der Paris Fashion Week und Haute Couture Week einen eigenen Pop-up-Store. Gemeinsam mit Amanda Lepore entstand zudem ein analoges Fotoshooting in New York. Kleidungsstücke aus dem Archiv wurden darüber hinaus für Film- und Fernsehproduktionen wie And Just Like That mit Sarah Jessica Parker und The Hunger Games: The Ballad of Songbirds & Snakes ausgewählt. Zum internationalen Kundenkreis zählen unter anderem Law Roach, Laverne Cox und Ariana Grande.
Mit dem ersten permanenten Standort in Berlin wird aus der digitalen Plattform damit ein physischer Ort, an dem Modegeschichte nicht lediglich verkauft, sondern sichtbar gemacht, recherchiert und neu kontextualisiert wird. SUMO positioniert sich zwischen Boutique, Archiv und Galerie – und setzt damit auf eine Form des Modehandels, die das Kleidungsstück als kulturelles Objekt begreift.
Über die Gründerin

Alana Richards © SUMO
Alana Richards ist die Gründerin von SUMO. Die gebürtige Irin lebt seit 2008 in Berlin und war über ein Jahrzehnt als zeitgenössische Künstlerin tätig. Ihre Erfahrung als Künstlerin verbindet sie mit ihrer Tätigkeit als Visual Merchandiserin in der Luxusmode- und Retailbranche. Aus dieser Verbindung von Kunst, Mode und visueller Inszenierung entwickelte Richards die kuratorische Handschrift von SUMO, das sich heute auf Archival und Runway Fashion konzentriert.
SUMO Store & Gallery
Leibnizstraße 48, 10629 Berlin
Eröffnung: Samstag, 12. September 2026, 16–22 Uhr
Reguläre Öffnungszeiten: Mittwoch–Samstag, 11–19 Uhr
www.sumocurated.com
Instagram: @sumo_curated



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