Wie fühlt sich eine Welt an, die aus den Fugen geraten scheint? Das diesjährige Tanz im August Festival sucht Antworten nicht in politischen Debatten, sondern auf der Bühne. Unter der künstlerischen Leitung von Ricardo Carmona versteht sich die 38. Ausgabe des Festivals als eine Art Wetterkarte unserer Zeit. Sie ist voller Umbrüche, Spannungen und Unsicherheiten. Sie bietet aber auch viele Möglichkeiten für Begegnung, Widerstand und Veränderung.
Vom 13. bis 29. August bringt Tanz im August internationale Choreograf:innen und Compagnien nach Berlin, deren Arbeiten Fragen von Identität, Migration, Zugehörigkeit und gesellschaftlicher Verantwortung verhandeln. Dabei wird Tanz nicht als ästhetischer Selbstzweck verstanden, sondern als politische und soziale Praxis, die aktuelle Entwicklungen sichtbar macht und neue Perspektiven eröffnet.

Die diesjährige Eröffnung verspricht bereits einen starken Auftakt. Joana Tischkau, Jeremy Nedd und Sophie Yukiko arbeiten zusammen mit der Malpaso Dance Company. Sie untersuchen die Spannungsfelder zwischen kultureller Authentizität und Exotisierung. Weitere Produktionen beschäftigen sich mit den Auswirkungen von Krieg und Vertreibung, den Herausforderungen ökologischer Krisen sowie mit Geschichte als lebendigem und wandelbarem Prozess.
Zugang auf allen Ebenen
Neben dem Bühnenprogramm lädt das Festival erneut zu zahlreichen Gesprächen, Workshops und barrierefreien Formaten ein. Damit bleibt Tanz im August nicht nur ein Ort für herausragende künstlerische Arbeiten, sondern auch ein Raum für Austausch, Reflexion und gemeinsames Erleben.

In Zeiten, in denen Orientierung oft schwerfällt, setzt das Festival auf die Kraft von Bewegung, Körperlichkeit und kollektiver Erfahrung. Vielleicht braucht es gerade jetzt den Tanz, um neue Wege durch das wechselhafte Klima unserer Gegenwart zu finden.
Über das Festival Tanz im August
Das Festivalzentrum vor dem HAU Hebbel am Ufer (HAU2) wird für die Dauer von Tanz im August zum Ort der Begegnung. Hier treffen Künstler:innen, Publikum und Expert:innen aus dem Tanzbereich aufeinander. Das Herzstück ist das Café und Restaurant WAU, dessen Küche bis 23:00 geöffnet hat. Hier finden auch die Festivalpartys statt. Auch die Tageskasse des Festivals befindet sich im HAU2.

Spielorte 2026
Berlinische Galerie, HAU Hebbel am Ufer (HAU1, HAU2, HAU3), Haus der Berliner Festspiele, Radialsystem (Halle, Saal), Sophiensæle, St. Elisabeth-Kirche, Stadtbad Oderberger und Tempelhofer Feld.
Tickets
Tickets und weitere Informationen sind ab jetzt verfügbar unter:



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