LAS presents Shu Lea Cheang: UKI

LAS presents Shu Lea Cheang: UKI

Eine Sci-Fi-Erzählung über die Macht von Daten, Überwachung und Biotechnologie. Präsentiert wird UKI – ein Spielfilm der Künstlerin Shu Lea Cheang.

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Eine Sci-Fi-Erzählung über die Macht von Daten, Überwachung und Biotechnologie LAS Art Foundation präsentiert die Berlin-Premiere von UKI, einem Science-Fiction-Spielfilm der Künstlerin Shu Lea Cheang (geb. 1954 in Taiwan). UKI setzt Cheangs Cyberpunk-Film I.K.U. (2000) fort. Es bildet so den Höhepunkt ihrer vierzehnjährigen künstlerischen Auseinandersetzung mit Themen wie viraler Liebe, Bio-Hacking und queerer Zukunftsperspektiven.  Die Filmvorführungen finden an zwei aufeinanderfolgenden Abenden im Kranzler Eck statt. 

Begleitet wird die Veranstaltung von einer Podiumsdiskussion und Sound-Performances; unter anderem von Aérea Negrot, Royal Dust, Mieko Suzuki, Dennis Gundlach, Saint Precious, Rey KM Domurat und Tobias Freund.

Shu Lea Cheang wird für ihre genre-übergreifenden Beiträge zum queeren Kino und zur Medienkunst gefeiert. 

Ihr multidisziplinäres Werk beschäftigt sich mit Fragen der institutionellen Unterdrückung, sozialen Ungleichheit, Sexualpolitik und dem globalen Kapitalismus. Das Leben marginalisierter Bevölkerungsgruppen steht im Mittelpunkt ihrer Arbeiten, in denen Cheang häufig mithilfe von Science-Fiction neue soziale Normen und alternative Vorstellungen von körperlicher Handlungsfähigkeit und Autonomie entwirft. Als frühe Vertreterin der Netzkunst erforscht Cheang seit den 90er Jahren das erzählerische Potenzial neuer Technologien. Sie legt einen besonderen Fokus auf die Auswirkungen von Technologie auf Körper und soziale Interaktionen. In den letzten Jahren hat sich Cheang verstärkt mit digitaler Überwachung und Biotechnologie auseinandergesetzt.

UKI wirft einen aktuellen Blick darauf, wie Körper reguliert, überwacht, optimiert und ausgebeutet werden. 

Der Film erzählt eine Science- Fiction-Geschichte, die an die jüngste Pandemie erinnert und sich mit biomedizinischen Praktiken wie der Gentechnik und Datensammlung sowie den Auswirkungen von Giftmüllverschmutzung befasst. In der Fortsetzung der I.K.U.-Geschichte begleitet der Film Reiko, ein:e humanoide:r Replikant:in, der:die vom Biotechnologieunternehmen GENOM Corp. geschaffen wurde, um Orgasmus-Daten zu sammeln. Als veraltete Technologie wird Reiko auf einer Mülldeponie namens E-Trashville entsorgt, wo versucht wird, das System neu aufzubauen und zu rebooten. Mithilfe verschiedener Mutant:innen, Replikant:innen und transgenen Kreaturen, die ebenfalls im E-Müll leben, tritt Reiko als UKI-Virus in Erscheinung, um die Bevölkerung vor der GENOM Corp. zu retten.

Neben den Filmvorführungen präsentiert LAS ein begleitendes Veranstaltungsprogramm und erweitert so das filmische Universum von UKI. Installationen und Performances, die aus Szenen von UKI abgeleitet wurden, werden neu inszeniert. Am Freitag, den 21. Juli 2023 wird Cheang vor der Berliner Premiere gemeinsam mit dem Queer-Kulturtheoretiker João Florêncio eine Einführung zum Film geben. Im Anschluss finden Performances mit den Darsteller:innen und Mitwirkenden statt.  

Am Samstag, den 22. Juli 2023 erwartet die Besucher:innen ein musikalisches Programm, inspiriert von den Soundtracks UKI und I.K.U., mit Live-Performances und DJ-Sets von Royal Dust, Mieko Suzuki, Dennis Gundlach, Saint Precious, Rey KM Domurat und Tobias Freund. Die venezolanische Sängerin, Produzentin und Elektro-Musikerin Aérea Negrot, welche die Filmmusik von I.K.U. für UKI adaptiert hat, leitet das Programm.

Über Shu Lea Cheang

Shu Lea Cheang ist eine Künstlerin und Filmemacherin, die mit ihrer genre-übergreifenden, geschlechtsspezifischen Praxis bestehende Strukturen hinterfragt und die durch Gesellschaft, Geografie, Politik und Wirtschaft auferlegten Grenzen auslotet. Als Pionierin der Netzkunst war ihr Projekt BRANDON (1998-99) das erste Webkunstwerk, das vom Solomon R. Guggenheim Museum in New York in Auftrag gegeben und in die Sammlung aufgenommen wurde. Ihre Spielfilme FRESH KILL (1994), I.K.U. (2000) und FLUIDø (2017) haben dazu beigetragen, ein neues Genre des queeren Sci-Fi-Kinos zu definieren. Im Jahr 2019 vertrat Cheang Taiwan auf der 58. Internationalen Kunstausstellung der Biennale di Venezia mit ihrer Arbeit 3x3x6

Über LAS 

LAS Art Foundation ist eine Berliner Kunstplattform an der Schnittstelle von Kunst, Technologie und Wissenschaft. Mit experimentellen Projekten an unkonventionellen Orten, sowohl im digitalen als auch im physischen Raum, erkundet LAS immer wieder innovative Formen der Ausstellungspraxis. In ihren Reflexionen über die Zukunft folgt LAS ihrem Leitmotiv Licht – ein Symbol, das für grenzüberschreitendes Denken, neues Wissen und Innovation steht. Dafür realisiert LAS in enger Zusammenarbeit mit Künstler:innen ortsspezifische Installationen und Interventionen, die einem breiten Publikum raumgreifende Sinneserfahrungen ermöglichen. Der interdisziplinäre Zugang soll den Blick weiten – sowohl auf die Gegenwart wie Zukunft. Vor der Eröffnung eigener permanenter Räumlichkeiten verwirklicht LAS Pilotprojekte an ausgewählten Orten in Berlin und weltweit.


LAS Art Foundation präsentiert Shu Lea Cheang: UKI 

21. Juli – 22. Juli 2023 


Freitag, 21. Juli 2023,

19 Uhr: Einlass
20 Uhr: Begrüßung und Talk mit Shu Lea Cheang und João Florêncio

21:30 Uhr: Film Screening UKI
22:50 Uhr: DJ & Kuppelprojektion

Samstag, 22. Juli 2023

20 Uhr: Einlass
21 Uhr: Begrüßung durch Shu Lea Cheang und LAS Art Foundation 

21:30 Uhr: Film Screening UKI (80 Minuten)
ab 23 Uhr: DJ & Sound-Performances


Kranzler Eck, Kantstraße 160, 10623 Berlin 

Tickets:

Sind zeitnah unter www.las-art.foundation.com verfügbar.

Präsentiert von LAS Art Foundation:

Kuratiert von Julia Kaganskiy, assistiert von Zoe Büchtemann

Produziert für LAS Art Foundation von Nok Akt

Filmcredits :

Shu Lea Cheang, UKI, 2023. Produziert von Shu Lea Cheang und Jürgen Brüning.

Gefördert durch die John Simon Guggenheim Memorial Foundation und das Medienboard Berlin Brandenburg. 


Header Image: Shu Lea Cheang, UKI, 2023, Filmstill, produziert von Jürgen Brüning

English

Shu Lea Cheang, UKI, 2023, Film Stills. Produced by Jürgen Brüning

LAS Art Foundation is pleased to present the Berlin premiere of UKI, a feature-length science fiction film by artist Shu Lea Cheang (b. 1954, Taiwan). Developed as a sequel to Cheang’s cyberpunk film I.K.U. (2000), UKI is the culmination of a 14-year artistic exploration into viral love, bio-hacking and queer futures.  The film will be screened on two consecutive evenings at Kranzler Eck (21 – 22 July), and will be accompanied by a panel discussion and special performances from Aérea Negrot, Royal Dust, Mieko Suzuki, Dennis Gundlach, Saint Precious, Rey KM Domurat and Tobias Freund, among others.

Widely celebrated for her genre-bending contributions to queer cinema and media art, Cheang’s multidisciplinary work deals with issues of institutional oppression, social inequality, sexual politics and global capitalism. Centring the lives of marginalised communities, Cheang often employs science fiction to project new social norms and alternative imaginaries surrounding bodily agency and autonomy. 

As an early practitioner of Net Art, Cheang has likewise explored the narrative potential of new technologies since the 1990s.

Paying particular attention to technology’s impact on the body and social interactions, her early interest in cyberspace and networked technologies has given way to a critical exploration of digital surveillance and biotechnology in more recent years.

UKI offers a timely look at how bodies are regulated, policed, optimised and exploited through a sci-fi narrative that echoes the recent pandemic. 

It looks at biomedical practices such as genetic engineering and data harvesting, as well as the effects of toxic waste pollution. Continuing the I.K.U. storyline, the film follows Reiko, a humanoid replicant created to harvest orgasm data by the biotechnology company GENOM Corp.

Now a piece of obsolete technology, Reiko is dumped on a landfill site known as E-Trashville, where they attempt to rebuild and reboot their system. With help from the various mutants, replicants and transgenic creatures who live among the e-waste, Reiko re-emerges as the virus ‘UKI’ to save the population from GENOM Corp. Alongside the screenings, LAS will present an accompanying installation and events programme to expand upon UKI’s cinematic universe. On Friday 21 July 2023, Cheang will be joined by queer cultural theorist João Florênciofor an introductory panel discussion, followed by a reenactment of E-Trashville’s transgenic inhabitants with the film’s cast.

On Saturday 22 July 2023, a musical programme inspired by UKI and I.K.U.’s soundtracks will feature live performances and jam sessions by Royal Dust, Mieko Suzuki, Dennis Gundlach, Saint Precious, Rey KM Domurat and Tobias Freund, led by Aérea Negrot, a Venezuelan singer, electronic musician and producer who adapted the score of I.K.U. for UKI.

About Shu Lea Cheang

Shu Lea Cheang is an artist and filmmaker whose genre-bending, gender-hacking practice challenges existing structures and the boundaries imposed on individuals by society, geography, politics, and economies. As a net art pioneer, her project BRANDON (1998–99) was the first web artwork commissioned and collected by New York’s Solomon R. Guggenheim Museum. Her feature length films, FRESH KILL (1994), I.K.U. (2000) and FLUIDø (2017), collectively helped define a new genre of queer sci-fi cinema. In 2019, Cheang presented Taiwan at the 58th International Art Exhibition of La Biennale di Venezia with her work 3x3x6

About LAS

LAS Art Foundation is a new type of arts organisation — one that interrogates our present and gives form to future imaginaries. Our mission is to explore the possibilities of tomorrow by working with visionary artists, thinkers and institutions to develop ground-breaking projects and experiences. Together with our collaborators, we investigate topics ranging from artificial intelligence and quantum computing to ecology and biotechnology — illuminating the intersections between art, science and technology.
Our diverse programme comprises both newly commissioned and existing exhibitions and performances, as well as educational programming, publications and research projects. Curiosity drives us to continually reimagine the role of an arts organisation as one that shapes and evolves with our collective futures.­


LAS Art Foundation presents Shu Lea Cheang: UKI 

21 July – 22 July 2023 


Friday, 21 July 2023

19:00: Doors open
20:00: Introduction and panel discussion with Shu Lea Cheang and João Florêncio

21:30: Screening of UKI
22:50: Performance

Saturday, 22 July 2023

20:00: Doors open
21:00: Welcome address with Shu Lea Cheang and LAS Art Foundation 

21:30: Screening of UKI (80 minutes.)
23:00 until late: DJ sets and sound performances


Kranzler Eck, Kantstraße 160, 10623 Berlin 

Tickets:

Will be available for purchase at las-art.foundation.com 

Event presented by LAS Art Foundation:

Curated by Julia Kaganskiy, assisted by Zoe Büchtemann Produced for LAS Art Foundation by Nok Akt 

Film credits:

UKI, a Sci-fi Viral Alt-Reality Cinema, Shu Lea Cheang 2023Produced by Jürgen Brüning Funding by John Simon Guggenheim Memorial Foundation and Medienboard Berlin Brandenburg. 


Text by Corinna Wolfien, Books Communication Art 

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