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Die Neuköllner Oper im April: NO NOISE NO SILENCE

Krisen überall – wie fühlen, ohne abzustumpfen? NOISE singt gegen den Untergang, LAST EXIT EUROPA fragt: Wohin treibt ein erschöpfter Kontinent?

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3–4 minutes

Liebes Publikum, 

Klimakatastrophe, Kriege, Faschismus: ein Blick aufs Handy oder in die Nachrichten, kann schon den Blutdruck erhöhen. Wie mit diesem Stress umgehen, ohne abzustumpfen? Das Kollektiv Club Gewalt nimmt sich in der Performance-Oper NOISE dieser Frage an.

Virtuos, humorvoll, unbequem und verspielt singen sie aus voller Lunge gegen die Weltuntergangsprognosen an. Krisengebeutelt ist auch Europa: Einst geraubte Königstocher, dreht sie sich – verkörpert durch Cora Peter Frost – in Laura Laabs Aktualisierung des Mythos mit LAST EXIT EUROPA zur Musik von Leo Solter an der Pole-Dance-Stange. Wie geht es ihr eigentlich? Und wo will sie hin?

Unterhaltsame und inspirierende Musiktheaterereignisse wünscht
Ihre Neuköllner Oper

NOISE Eine Kollapsfantasie von Club Gewalt 

Premiere am 16. April 2026

Wir leben in Zeiten der Polykrise. Die Nachrichtenlage lässt sich kaum noch verarbeiten und versetzt in permanenten Stress. Wie können unsere Sinne lernen, mit dieser Überforderung umzugehen, ohne abzustumpfen? In der intensiv-immersiven Performance-Oper NOISE taucht Club Gewalt, inspiriert von Noise-Music, Musical und der Vokalkunst Meredith Monks, mit dem Publikum ein in das Rauschen der Weltuntergangsprognosen – und singt aus voller Lunge dagegen an. Das Ziel: Wieder lieben zu lernen, ein Mensch zu sein.

NO NOISE NO SILENCE

Club Gewalt ist ein musikbasiertes Performance-Kollektiv aus Rotterdam. Aus dem Widerstand gegen Ungerechtigkeit und der Liebe für das Zusammensein heraus machen, komponieren, produzieren und performen sie ihre eigenen Werke: von feministischen Punk-Weihnachtsmusicals und trübsinnigen Opern zum Thema institutioneller Rassismus bis hin zu Clubabenden in Museen und politischen Slutpop-Konzerten. Immer musikalisch virtuos, mit Witz und irgendwie unbequem. MEHR

LAST EXIT EUROPA

Premiere am 30. April 2026

Von Laura Laabs (Text) und Leo Solter (Musik) 

Europa: ein Kontinent, eine Idee, ein Machtzentrum. Von Festung über Freihandelszone zu Freudenfunken – und zurück. Ist das Utopie oder kann das weg? Aber auch: eine geraubte Königstochter und eine Tänzerin an der Stange, die schon alles gesehen hat. Was ist aus ihr geworden, nach über zweitausend Jahren in Geiselhaft verschiedener Ideologien, Diktatoren und Hoffnungsträger? Wie geht es ihr? Und wo steckt sie überhaupt? 

NO MYTH NO CASH

Hallo, Europa, hörst du die Signale? Dort, in einem entlegenen Truckstopp, irgendwo am Rande der Freiheitsautobahn, gleich beim geschlossenen Schlagbaum, blinkt noch matt der Spieleautomat, leiert die letzte Jukebox des alten Kontinents, fällt Brechts Groschen vergeblich in den Plüschtiergreifer.

Hier, an der Gogo-Stange, dreht sich Nacht für Nacht eine müde Tänzerin, der Lack ist nicht nur an den Nägeln ab. Doch das Herz trägt sie auf der Zunge und sie singt den Schlaflosen, den Versprengten, den Resten des Abendlandes ihre Lieder – von Unterwerfung und Ermächtigung. MEHR

I KNOW WHAT YOU DID LAST SOMMERNACHTSTRAUM

Vom 15. bis 18. Mai 2026

Musiktheater von NO Jung, Bjørn de Wildt, Yuval Halpern und Bahar Meriç

Sie kommen wieder zusammen. Wie jedes Jahr. Für eine Probe. Für Ein Sommernachtstraum. Man kennt die Rollen. Man kennt die Rituale. Und doch liegt etwas in der Luft, das nicht zum Stück gehört. Denn es gab einen letzten Sommer. Und niemand spricht gern darüber. Was als Probe beginnt, kippt in eine Nacht, die niemand geplant hat. Ein Flackern im Licht. Stimmen im Dunkeln. Ein Esel. Oder das, was er auslöst.

NO DREAM NO PLAY

I KNOW WHAT YOU DID LAST SOMMERNACHTSTRAUM verbindet Shakespeare mit Slasher-Vibes. Tanz wird zur Jagd. Chorgesang zum Gerücht. Musik wird zum erhöhten Puls. Irgendwann stellt sich nicht mehr nur die Frage, wie man Shakespeare heute spielt, sondern: Was passiert, wenn eine Gruppe sich selbst nicht mehr ausweichen kann. Wenn Liebe, Eifersucht, Scham und Schuld plötzlich einen Körper bekommen.

Ein Musiktheaterabend zwischen Tanz, Szene, Song und Collage. Komisch, präzise, unheimlich. Und vielleicht zu nah dran. MEHR

Studi & Azubi Ticketmarkt

Wir sind dabei! Ihr liebt Theater und seid an einer Universität oder (Fach-)Hochschule immatrikuliert oder in der Ausbildung? Auf dem Studi & Azubi Ticketmarkt gibt es ermäßigte Tickets für Vorstellungen der Berliner Theater, Opern und Konzerthäuser zu kaufen. Einfach am 23. April nachmittags ins Foyer des Podewil kommen, von Stand zu Stand der Bühnen schlendern und dabei die Programme der neuen Spielzeit mit tollen Theater-, Tanz-, Musik- und Show-Erlebnissen entdecken. Wir sind dabei und freuen uns auf euch! MEHR

Neuköllner Oper e.V.
Karl-Marx-Str. 131-133
Berlin 12043, Germany

Copyright © 2024 Neuköllner Oper e.V.

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