• Volkstrauertag: Erstes Gedenken an LSBTIQ* 

    Erstmals wird am Volkstrauertag auch queeren NS-Opfern gedacht. LSVD⁺ fordert: historisches Gedenken muss heute zu effektivem Schutz von LSBTIQ* führen.

    Beim Totengedenken am Volkstrauertag wurde zum ersten Mal auch ausdrücklich an Menschen erinnert, die wegen ihrer geschlechtlichen oder sexuellen Identität während des Nationalsozialismus verfolgt und getötet wurden.

    LSVD⁺ begrüßt Erweiterung des Totengedenkens

    Henny Engels, Bundesvorstand des LSVD⁺ – Verband Queere Vielfalt erklärt:

    Wir begrüßen ausdrücklich, dass beim Totengedenken am Volkstrauertag erstmals auch der während des Nationalsozialismus verfolgten queeren Menschen gedacht wurde. Es war lange überfällig, dass auch die lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans* und intergeschlechtlichen sowie weitere queere (LSBTIQ*) Opfer des NS hier einbezogen werden. Aus dem Gedenken an die staatliche Verfolgung von LSBTIQ* erwächst jedoch auch eine politische Verantwortung für ihren wirksamen Schutz in Gegenwart und Zukunft. 

    Damit so ein Unrecht nie wieder geschehen kann, fordern wir die demokratischen Fraktionen im Bundestag auf, gemeinsam den Antidiskriminierungsparagraphen im Grundgesetz um den expliziten Schutz aller LSBTIQ* zu ergänzen. Mit Art. 3 Abs. 3 sollten 1949 die Lehren aus dem NS-Regime gezogen werden, aber LSBTIQ* wurden dort bewusst nicht aufgenommen.

    Das Unrecht schrieb sich fort

    Gleichgeschlechtlich liebende Männer waren auch in der Bundesrepublik noch jahrzehntelang der oft lebenszerstörenden Verfolgung durch den § 175 StGB unterworfen. Lesbischen Müttern wurde das Sorgerecht entzogen. Ein expliziter grundgesetzlicher Schutz von LSBTIQ* ist nicht nur ein Gebot historischer Verantwortung, sondern auch ein Gewinn für die gesamte demokratische Gesellschaft!

    Weiterlesen:

    Über den LSVD⁺

    Der LSVD⁺ Verband Queere Vielfalt ist ein Bürgerrechtsverband. Er vertritt Interessen und Belange von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans*- und intergeschlechtlichen sowie weiteren queeren Menschen (LSBTIQ*). 

    Menschenrechte, Vielfalt und Respekt – wir wollen, dass LSBTIQ* als selbstverständlicher Teil gesellschaftlicher Normalität akzeptiert und anerkannt werden. Wir sind präsent in der Öffentlichkeit, den Medien und der Politik. Der LSVD⁺ nimmt Stellung und wird angehört, wenn die Belange von LSBTIQ* berührt sind: von der Bundesregierung, vom Bundestag und vom Bundesverfassungsgericht. 

    Mit einer Spende und/oder Mitgliedschaft können Sie uns und unsere Arbeit für “Menschenrechte, Vielfalt und Respekt” unterstützen. Vielen Dank.

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    Schließung des SchwuZ ist ein schwerer Verlust für Berlins

    Schließung des SchwuZ bedroht Berlins queere Kultur. Die Clubcommission fordert echte politische Maßnahmen, um Vielfalt, Räume und Clubkultur zu schützen.

    Die Clubcommission Berlin reagiert mit großer Sorge. Die Schließung des SchwuZ trifft einen der ältesten und bedeutendsten queeren Clubs der Stadt. Der Club war Motor für queere Kultur, soziale Projekte und Sichtbarkeit. Die Politik sollte handeln und Rahmenbedingungen schaffen, die solche Orte sichern, Vielfalt stärken und die Zukunft der Berliner Clubkultur aktiv gestalten

    Goodbye Berlin? Schließungen bedrohen die queere und kulturelle Vielfalt

    „Eine Regenbogenhauptstadt definiert sich nicht nur durch Bekenntnisse auf dem Papier, sondern durch konkrete Maßnahmen zum Erhalt und zur Förderung queerer Infrastruktur.“

    Marcel Weber

    Mit großer Betroffenheit reagiert die Clubcommission Berlin auf die Ankündigung. Das SchwuZ – einer der ältesten und bedeutendsten queeren Clubs Deutschlands – schließt nach fast 50 Jahren. Der traditionsreiche Club – und Mitglied der Clubcommission – prägte über Jahrzehnte das queere Nachtleben der Hauptstadt. Es war ein sicherer Ort für Generationen von Menschen aus der LGBTQIA*-Community.

    Das SchwuZ – eine Institution queerer Kultur

    Seit der Gründung im Jahr 1977 gab es das SchwuZ an vier Standorten in Berlin; 2013 zog der Club vom Mehringdamm in Kreuzberg nach Neukölln ins Rollbergviertel in deutlich größere Räume, die bis zu 1.000 Menschen fassten. Queere Projekte wurden im SchwuZ auf den Weg gebracht. Dazu gehören das Stadtmagazin Siegessäule, der Buchladen Prinz Eisenherz, die Schwulenberatung und der erste Berliner CSD 1979.

    „Das SchwuZ war für viele Menschen weit mehr als ein Club – es war ein Zuhause, ein Schutzraum, ein Stück Berliner Identität. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie viel Herzblut, Engagement und Community in diesem Ort steckten.

    Dass trotz aller Bemühungen, Restrukturierungen und Sanierungsversuche keine tragfähige Perspektive mehr gefunden werden konnte, ist ein bitteres Signal – und zeigt, wie schwierig die Lage für Clubs in dieser Stadt insgesamt geworden ist.“

    Marcel Weber, 1. Vorsitzender der Clubcommission

    Die wirtschaftliche Lage vieler Clubs ist angespannt

    Nachwirkungen der Corona-Pandemie, steigende Fixkosten, kaum zugängliche Kulturförderung und grundlegende, wirtschaftlich schwierige Rahmenbedingungen belasten die Branche. Gerade Orte wie das SchwuZ, die kulturelle, soziale und queere Arbeit leisten, sind besonders schützenswert – und brauchen deshalb gezielte politische Unterstützung.

    „Wenn Berlin seinem eigenen Anspruch gerecht werden will, braucht es jetzt entschlossenes politisches Handeln – nicht nur Symbolpolitik, sondern echte Unterstützung für die Räume, die queeres Leben seit Jahrzehnten ermöglichen und prägen. Der Verlust des SchwuZ ist ein Armutszeugnis für eine Stadt, die sich als Vorreiterin queerer Rechte und Kultur versteht.

    Marcel Weber

    Die Schließung des SchwuZ steht in einem eklatanten Widerspruch zum Selbstverständnis Berlins als „Regenbogenhauptstadt“, wie es im Koalitionsvertrag von CDU und SPD festgeschrieben ist. Die Regierungskoalition bekennt sich zur Förderung queerer Vielfalt und zum Schutz von LGBTQIA*-Räumen. Trotzdem verschwindet mit dem SchwuZ einer der wichtigsten queeren Kultur- und Begegnungsorte der Stadt. 

    „Wir dürfen Clubschließungen nicht als Einzelfälle betrachten. Die wirtschaftliche Lage ist für viele Branchen schwierig, allerdings leisten auch Clubs einen kulturellen und gesellschaftlichen Beitrag, der nicht in Bilanzen messbar und für die Stadt unverzichtbar ist. Wenn Berlin weiterhin diese Räume verliert, verliert es ein Stück seiner Identität und Vielfalt. Es ist an der Zeit, politische Verantwortung zu übernehmen und faire Rahmenbedingungen zu schaffen, die Clubs stärken und langfristig sichern.“

    Emiko Gejic, Pressesprecherin der Clubcommission

    Die Clubcommission weist darauf hin, dass sie seit Jahren mittels Branchenumfragen die bevorstehenden Risiken aufgezeigt hat. Clubs tragen erheblich zur Wirtschaftskraft der Stadt bei, schaffen Arbeitsplätze, ziehen internationale Gäste an und prägen das Image der Stadt als weltoffene Metropole. Gerade weil die Bedingungen so schwierig sind, braucht es jetzt entschlossenes politisches Handeln. 

    Wie soll es weiter gehen?

    Die Clubcommission fordert, die Clubkultur politisch ernst zu nehmen, ihren Beitrag anzuerkennen und ihre Zukunft aktiv zu sichern.Die Clubcommission betont daher: Grundlegende Förderinstrumente, die für Clubs tatsächlich zugänglich sind – pragmatisch, realitätsnah und dauerhaft umzusetzen.

    „Die Schließung des SchwuZ muss ein Weckruf sein, Clubkultur als das zu begreifen, was sie ist: ein zentraler Teil der Berliner DNA – lebendig, vielfältig und unterstützenswert.“

    Emiko Gejic

    Es ist wichtig, dass Clubs rechtlich als Kulturorte und gesellschaftliche Räume anerkannt werden. Dies sollte ihren Schutz vor Verdrängung durch steigende Mieten, Gentrifizierung oder neue Bauprojekte beinhalten. Es muss faire Rahmenbedingungen für kulturelle und queere Räume geben, damit Vielfalt und Kreativität auch künftig Bestand haben.

    Mehr über die Clubcommission Berlin findet ihr hier und auf der Website.

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  • Inspiration: Gina Drewalowski zu gast bei Tom Junkersdorf

    Mit 58 startet Gina Drewalowski neu durch – vom Konzernjob zur Instagram-Creatorin, die mit viralen Reels die Modewelt erobert.

    Von 0 auf den Runway mit Kendall Jenner! Wie Gina mit 1 Idee Instagram sprengt

    Mit 58 Jahren einen kompletten Neuanfang wagen – Gina Drewalowski hat genau das geschafft. Im Gespräch mit Tom Junkersdorf in der Podcast-Folge „TOMorrow – Business. Stars. Lifestyle.“ erzählt sie von ihrem ungewöhnlichen Karriereweg: vom klassischen Konzernjob hin zu einer erfolgreichen Content Creatorin, die Instagram im Sturm erobert hat.

    Eine einzige, gut durchdachte Idee wurde zum Startpunkt ihres Erfolgs. Mit kreativen, viralen Reels und strategischem Plattformverständnis zog sie die Aufmerksamkeit der internationalen Modewelt auf sich – inklusive Top-Models wie Kendall Jenner und Heidi Klum. Gina zeigt eindrucksvoll, dass es nie zu spät ist, eine zweite Karriere zu starten, und dass Mut, Authentizität und klar definierte Strategien entscheidend sind, um auf dem digitalen Parkett zu glänzen.

    Die Podcast-Folge bietet nicht nur Einblicke in Ginas persönlichen Weg, sondern inspiriert auch dazu, das eigene Potenzial neu zu entdecken und Chancen zu ergreifen – unabhängig vom Alter. Für alle, die sich für Social Media, Mode und die Geschichten hinter den großen Erfolgen interessieren, ist dieses Gespräch ein Muss.

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    Pyrame & Semodi – Hypnotic eP via THISBE Recordings

    “Hypnotic” — a mesmerizing tech house & minimal journey by Pyrame and Semodi, featuring Mailys. Out Nov 14, 2025 on THISBE Recordings.

    “Hypnotic” is the collaboration EP of Berlin-based Pyrame and Semodi, and sums up the creative work done by both friends in the studio over the past year.

    Pyrame and Semodi have produced two tracks. They blend tech house and minimal house. The tracks are layered with mesmerizing vocals to create a thought-provoking record.

    Joining the crew, the vocalist Mailys interpretes Pyrame´s narration about the power of the human brain, imagination and fantasm.

    The EP also includes reworks of “Mais Qui Es-Tu?” by Melodic Techno chief No Hopes and a Goa Mix by Orchid as well as a remix of “Hypnotic” by House maestro Bruno Otranto.

    “Hypnotic” will drop on Friday 14th of November 2025 on a limited vinyl edition, on Bandcamp and on all streaming platforms via THISBE Recordings.

    Cover
    • Release Date: November 14th, 2025
    • Listen & Order: on bandcamp
    • House, Tech House, Minimal House
    • Catalog Number THISBE024
    • Artwork by Christoffer Budtz

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  • Räume für Erinnerung und Solidarität: Herbstsalon im Gorki

    Emine Sevgi Özdamar erhält den Bertolt-Brecht-Preis! Ihre Werke prägen DAS ROTE HAUS & sind bis 30.11. bei freiem Eintritt im Gorki zu sehen.

    Liebes Publikum,

    diese Woche erreichten uns freudige Nachrichten: Emine Sevgi Özdamar hat den Bertolt-Brecht-Preis der Stadt Augsburg erhalten, und damit eine Auszeichnung für ein Lebenswerk, das Literaturgeschichte geschrieben hat. Ihre Stücke und ihre Prosa begleiten uns seit Jahrzehnten und bilden auch die Grundlage für Ersan Mondtags Inszenierung DAS ROTE HAUS, die am 2/Oktober die aktuelle Herbstsalon-Edition eröffnete und erneut am 26/November auf der Bühne bei uns im Gorki zu sehen sein wird.

    In der Jury-Begründung des Bertolt-Brecht-Preisesheißt es: »In der Kollision zwischen Welten, Sprachen und politischen Systemen decken diese vielstimmigen, abgründigen Märchen, die Spuren von Marginalisierung, staatlicher Gewalt und menschlicher Hoffnung auf«.

    Emine Sevgi Özdamar’s frühe Selbstporträts

    Als Teil der Ausstellung im Rahmen des 7. Berliner Herbstsalons ЯE:IMAGINE: THE RED HOUSE zeigt Emine Sevgi Özdamar erstmals frühe Selbstporträts – poetische, suchende, wagemutige Bilder, die von Identität und Transformation erzählen. Ihre und alle weiteren Werke sind noch bis zum 30/November bei freiem Eintritt im und ums Gorki herum zu sehen. 

    Dabei steht der 7. Berliner Herbstsalon an diesem Wochenende vor allem im Zeichen des kurdischen Widerstands. Am heutigen Abend, 14/November, zeigen wir 1000 EYES von Mazlum Nergiz, ehemals Dramaturg an diesem Haus, heute Autor von Prosa, Essays und Theaterstücken. Die szenische Lesung in der Inszenierung von Miraz Bezar, einem der Protagonisten des postmigrantischen Theaters am Ballhaus Naunynstraße, der mit MIN DÎT – Die Kinder von Diyarbakir einen der ersten kurdischsprachigen Filme in der Türkei drehte, bewegt sich zwischen Mythos und Widerstand, zwischen verklärter Erinnerung und radikaler Selbstermächtigung.

    Memory, Resistance, Resilience 

    Am morgigen Samstag, den 15/November und Jahrestag der Hinrichtung des kurdischen Anführers Seyit Rıza, widmet sich die Historikerin Dr. Zeynep Türkyılmaz in ihrer Lecture DERSIM 37 | Xo vira meke: Memory, Resistance, Resilience dem Völkermord in Dersim 1937/38 – einem verdrängten Kapitel der türkischen Geschichte.

    Im Anschluss steht am 15/November mit Aynur Doğan eine der bedeutendsten kurdischen Sängerinnen der Gegenwart auf der Gorki-Bühne. Mit ihrer unverwechselbaren, kraftvollen Stimme verbindet sie jahrhundertealte kurdische Volksmusik mit zeitgenössischen Klängen. Ihre Lieder erzählen von Schmerz und Hoffnung, Sehnsucht und Trost. 

    Wir freuen uns auf Sie!

    Ihr Gorki

    7. Berliner Herbstsalon 
    ЯE:IMAGINE: THE RED HOUSE

    Inventories / Interventions / Inventions

    2/Oktober–30/November 2025
    Kuratiert von Shermin Langhoff 

    • Öffnungszeiten der Ausstellung
    • 2/Oktober–30/November
      Mi & Do 16:00–20:00
      Fr & Sa 16:00–23:00
      So 12:00–20:00

      Ausstellungsorte
      Kiosk, Maxim Gorki Theater, Palais am Festungsgraben, Studio

      Eintritt frei!
    • Zum Programm
    • 15/November

    Zum Spielplan

    1000 EYES

    • Szenische Lesung
    • Von Mazlum Nergiz
    • Szenische Einrichtung Miraz Bezar
    • 14/November 20:30, Studio Я
    • Info & Karten

    Asma ist verschwunden. Sie hat allen erzählt, sie wäre nach Paris gefahren, um dort ihren Abschlussfilm über die Ermordung von drei kurdischen Widerstandskämpferinnen zu drehen. Doch Asma ist nicht zurückgekehrt und ihre Familie, Freund*innen, irgendwelche Menschen im Internet beginnen zu spekulieren. Hat Asma sich dem kurdischen Widerstand angeschlossen? Ist sie zu einem şehîd, einer Märtyrerin, geworden, zu denen kurdische Freiheitskämpfer*innen werden, wenn sie im Kampf sterben?

    DERSIM 37 | Xo vira meke: Memory, Resistance, Resilience

    • Lecture
    • Mit Zeynep Türkyılmaz
    • 15/November 18:30, Garderobenfoyer
    • Eintritt frei!

    Anlässlich des Gedenktags am 15. November wird die Historikerin Dr. Zeynep Türkyılmaz, die sich intensiv mit der Dersim-Frage während der osmanischen und republikanischen Ära beschäftigt hat, in einem Vortrag auf den Völkermord zwischen 1937 und 1938 eingehen.

    Aynur Doğan

    • Konzert
    • Mit Aynur Doğan, Maviş Güneşer
      Und Salman Gambarov, Chris Jennings, Patrick Goraguer, Coşkun Karademir, Caner Malkoç, Çağlasu Aslan
    • 15/November 20:30, Bühne
    • Info & Karten
    • Auf der Bühne

    Aynur Doğan ist eine der bedeutendsten kurdischen Sängerinnen unserer Zeit. Mit ihrer kraftvollen Stimme verbindet sie die jahrhundertealte Tradition der kurdischen Volksmusik mit zeitgenössischen westlichen Klängen und schafft so eine musikalische Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Das Konzert findet im Gedenken an Seyit Rıza statt, der 1937 als kurdisch-alevitischer Anführer in Dersim für seinen Widerstand gegen staatliche Repression hingerichtet wurde.

    MOTHERS – A SONG FOR WARTIME

    • Repertoire
    • Konzept & Regie Marta Górnicka
    • 30/November 19:30, Bühne
    • Info & Karten

    Sie sind Überlebende. Sie sind vor Krieg und Verfolgung Geflüchtete, Zeuginnen von Gewalt und Bombardierungen. Frauen aus der Ukraine und aus Belarus, die nun in Polen leben und gemeinsam auf der Bühne stehen und sprechen wollen. Sie nutzen die Macht ihrer Stimmen, um das zu benennen, für das es keine Worte geben kann. Dabei wollen sie nicht als Opfer, sondern als Protagonistinnen ihrer Geschichten gehört werden. 

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    erfolgreiches Modellprojekt – Alte Feuerwache Tempelhof

    Alte Feuerwache Tempelhof: Zwei Monate urbane Experimente, Kultur, Clubnächte & Performances – ein Raum für Gemeinschaft, Vielfalt und Teilhabe.

    Für zwei Monate wurde die ehemalige Feuerwache am Flughafen Tempelhof zur Bühne für kollektive Praxis, künstlerische Aneignung und urbane Imagination. Koordiniert vom Torhaus Berlin e.V. in Kooperation mit der Clubcommission Berlin e.V. und dem Urbane Praxis e.V., entstand ein Raum für Experimente zwischen kultureller Produktion, Diskurs und Gemeinschaft. Viele sind dieser Einladung gefolgt. 

    „In Zeiten zunehmender Flächenknappheit und konkurrierender Nutzungsansprüche ist es wichtiger denn je, gemeinschaftlich organisierte Kulturprojekte und Synergien zwischen Akteurinnen und Akteuren der Freien Szene zu fördern.

    Das Modellprojekt „Alte Feuerwache” im ehemaligen Flughafen Tempelhof steht exemplarisch für einen niedrigschwelligen Zugang zu landeseigenen Flächen und für klare Rahmenbedingungen, die eine verantwortungsvolle Nutzung ebenso wie kulturelle Teilhabe über verschiedene Zielgruppen hinweg ermöglichen. Solche Ansätze stärken nicht nur die Vielfalt, sondern leisten einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt in unserer Stadt.”

    Sarah Wedl-Wilson, Senatorin für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt des Landes Berlin

    Vom 15. August bis 18. Oktober wurde das Gebäude an 47 Tagen bespielt, verwandelt und infrage gestellt. Neben einer Dauerausstellung fanden insgesamt 34 Sonderveranstaltungen statt: rund 10.0000 Besucher*innen, zahlreiche Clubnächte, Performances, Konzerte, Workshops, Lesungen, Filmabende und Fachtagungen. Sechs Clubnächte wurden über einen Open Call der Clubcommission durch einen Jury Entscheid vergeben.

    Foto: Jascha Müller-Guthof (Tag der Clubkultur)

    Das Nutzungskonzept war bewusst spartenoffen angelegt und machte das Nebeneinander unterschiedlicher künstlerischer, diskursiver und sozialer Formate zur Qualität und zum Programm.

    Vielfalt der freien Gruppen der Berliner Szene

    „Mit der Alten Feuerwache haben wir einen Möglichkeitsraum geschaffen, der zeigt, was passiert, wenn Verwaltung, Stadtgesellschaft und freie Akteur:innen gemeinsam gestalten. Die große Resonanz bestätigt unseren Glauben an offene, zugängliche und selbstorganisierte Kulturorte – auch und gerade in öffentlichen Gebäuden.”

    Torhaus Berlin e.V.

    Die Alte Feuerwache Tempelhof steht exemplarisch dafür, was möglich ist. Kulturelle Infrastrukturen werden in enger Zusammenarbeit mit der Verwaltung koproduziert, geöffnet und gemeinschaftlich gestaltet. Das geschieht mit einfachen Zugängen, klaren Rahmenbedingungen. Es gibt Vertrauen in die Vielfalt der freien Gruppen der Berliner Szene. Dabei ging es nicht nur um Inhalte, sondern auch um Strukturen: Akustische Anpassungen, temporäre Umbauten und neue Nutzungsmodelle wurden erprobt – als praktische Grundlage für zukünftige kulturelle Entwicklungen am Standort Tempelhof.

    „Wir haben diesen weiteren kulturellen Akzent am Flughafen Tempelhof sehr begrüßt und die Kooperation gerne unterstützt. Dieses Modellprojekt hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig es ist, den THF immer weiter zu beleben und ihn zugänglich für die ganze Stadtgesellschaft zu machen.

    Durch unsere eigenen Programme am THF TOWER haben wir gesehen, wie gut hier Kulturformate gelingen und angenommen werden. Dass die Alte Feuerwache im TOWER zwei Monate erfolgreich mit Angeboten bespielt wurde, bekräftigt uns in unserer Entwicklung sehr. Im Dezember etwa veranstalten wir hier am zweiten und dritten Adventswochenende einen großen Wintermarkt.”

    Fabian Schmitz-Grethlein, Geschäftsführung Tempelhof Projekt

    Aus Sicht der Clubcommission Berlin zeigt das Modellprojekt eindrücklich, welches Potenzial in der kulturellen Nutzung landeseigener Liegenschaften liegt. Räume wie die Alte Feuerwache Tempelhof bieten eine Möglichkeit. Sie ermöglichen es, urbane Freiräume als Orte des Austauschs, der Teilhabe und der kulturellen Innovation zu begreifen.

    Die Clubcommission betont ausdrücklich, dass bei der kulturellen Aktivierung landeseigener Liegenschaften mit der Zwischennutzung in der Alten Feuerwache sowie anderen Modellflächen wichtige Erfolge erzielt werden könnten.

    Konzepte für eine nachhaltige Kulturraumpolitik

    Laut Clubcommission dürfen solche Immobilien nicht ausschließlich wirtschaftlich, sondern gemeinschaftlich gedacht und entwickelt werden. Die Erfahrungen aus dem Projekt verdeutlichen, dass temporäre Nutzungen wertvolle Erkenntnisse für nachhaltige Kulturraumpolitik liefern. Vertrauensvolle Kooperationen zwischen Verwaltung, Zivilgesellschaft und Szene sind zentrale Voraussetzungen für eine lebendige, vielfältige Stadtkultur.

    „Die Alte Feuerwache Tempelhof hat gezeigt, welche Möglichkeiten entstehen, wenn Stadtentwicklung und Kulturpolitik gemeinsam Räume für gemeinschaftlich organisierte Kultur schaffen. Hier haben wir gemeinsam mit dem Senat gezeigt, dass faire und transparente Flächenvergabe sowie Zusammenarbeit auf Augenhöhe möglich sind.

    Die Vergabe von Räumen zur Zwischennutzung steht für eine Kulturraumpolitik, die Zugänge schafft statt ausschließt, kulturelle Vielfalt sichtbar macht und dazu beiträgt, die kulturelle Landschaft Berlins zu bereichern.”

    Kai Sachse, Geschäftsführung Clubcommission Berlin e.V.

    Das Projekt war Teil der Modellflächenreihe im Rahmen des Kulturmodernisierungsprogramms. Die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt initiierte es. Es wurde von dieser und der Lotto-Stiftung Berlin gefördert.

    Über die Clubcommission:

    Die Clubcommission ist das Netzwerk der Berliner Clubkultur. Sie wurde im Jahr 2001 gegründet und ist mit über 350 Mitglieder die weltweit größte Vereinigung von Clubbetreiber:innen und Veranstalter:innen. Sie unterstützt die Arbeit der Kulturunternehmer:innen durch die Optimierung der Rahmenbedingungen und die Verbesserung der Infrastruktur.

    Neben vielen verschiedenen Aktivitäten wie nachhaltiger Stadtentwicklung, Schallschutz und der Vermittlung zwischen Clubs, Bauherren und der Nachbarschaft, gibt es auch die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Nachtökonomie.

    Zudem wird die Entwicklung von Antidiskriminierungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen in Clubs verfolgt. Die Erforschung der verschiedenen Dimensionen der Clubkultur ist seit jeher ein wichtiger Bestandteil ihrer Arbeit.

    https://www.clubcommission.de/

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    New EP: Camera Lens With Vaseline via Iptamenos Discos

    A hypnotic, blurred-edge slow-burner from Captain Mustache & Third Culture with haunting vocals by Victoria Rawlins, out Nov 5 on Iptamenos Discos.

    Iptamenos Discos unveils “Camera Lens With Vaseline”, a new single from Captain Mustache & Third Culture with vocals by Victoria Rawlins, arriving this November. The Berlin imprint known for off-kilter electronics, dark disco inflections and industrial textures adds another leftfield cut to its catalog with this collaboration.

    Captain Mustache, Third Culture & Victoria Rawlins

    The track lives up to its name: blurred at the edges and slightly unreal. French producer Captain Mustache teams with Third Culture – the cross-continental pairing of Sian and Sacha Robotti – to craft a hypnotic slow-burner that pulls the listener inward rather than striking directly. Victoria Rawlins moves through the mix like a flickering transmission: close and delicate one moment, distant and ghostlike the next. Her presence feels like a half-remembered voice embedded in foggy synths and pulsing bass.


    “Camera Lens With Vaseline” straddles the space between cinematic score and club hypnosis. It’s designed for smoke-filled dancefloors. It’s also perfect for solitary headphone sessions. The tempo moves with intention. Small details surface over time.

    The track is lush and hypnotic. It is subtly disorienting. It reflects Iptamenos Discos’ instinct for electronic music that pushes at form while preserving emotional depth.

    Details:

    About Iptamenos Discos

    Iptamenos Discos is a Berlin-based imprint dedicated to the fringes of electronic music—where shadowy textures, off-kilter rhythms and cinematic atmospheres collide. Known for its blend of electroclash, dark disco, industrial inflections and leftfield experimentation, the label champions artists who push form while preserving emotional depth.

    Each release carries a distinct sense of mood and narrative, crafted for smoke-filled clubs, late-night wanderers and listeners drawn to the unusual, the hypnotic, and the beautifully disorienting.

    Captain Mustache

    Captain Mustache is a French producer known for blending retro-futurist electronics with emotional nuance. His sound moves between electro, dark disco, and melodic machine funk—always marked by a sleek, analogue warmth. With a catalog spanning club-driven cuts and cinematic synth pieces, he has carved out a distinct voice that balances playfulness, craft, and understated melancholy.

    Captain Mustache: @captainmustache_official Instagram


    Third Culture

    Third Culture is the collaborative project of Sian and Sacha Robotti, a cross-continental pairing rooted in techno, electro, and left-field club culture. Together they fuse sharp rhythmic instincts with atmospheric depth, crafting tracks that feel both expansive and intimate. Their work explores identity, movement, and the tension between digital precision and human emotion.

    Third Culture: @thirdcultureofc Instagram


    Victoria Rawlins

    Victoria Rawlins is a Los Angeles–based vocalist, DJ, and selector whose work draws on shadowy pop, post-punk moods, and spectral electronic textures. Her voice slips between clarity and haze, carrying a haunting presence that lingers in the mix. Known for her impeccable taste and cinematic aura, she brings an otherworldly quality to every collaboration.

    Victoria Rawlins: @rawvictoria Instagram

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    New Album by Olvo – Continuum, Out now on Low Kick Records

    Olvo’s Continuum merges electronic and acoustic worlds into a poetic ode to nature’s beauty and fragility. Out Oct 10, 2025 on Low Kick Records.

    Olvo returns with Continuum. It is an immersive journey. Electronic and acoustic textures intertwine to echo the beauty of nature. These sounds also reflect nature’s fragility. Out now on Low Kick Records.

    It all started with a solo bike ride. The perfect opportunity for Belgian producer and composer Olvo to sketch out the first lines of Continuum, his second solo album. Conceived as a fictional soundtrack to an environmental documentary, this work is gentle and poetic. Continuum delicately evokes the theme of telling an ecological fable.

    The album explores various musical genres, from ambient to chamber music and alternative hip-hop, in the artist’s trademark style. At times reminiscent of film music, punctuated by ecological mantras and supported by nature recordings, the album subtly blends acoustic and electronic instruments.

    An ambitious cast of contributions

    On this second project, there are no features as such. However, there are numerous instrumental collaborations. An ambitious cast contributes, including the violin of Damien Chierici (Dan San, Kowari) and the cello of Eugénie Defraigne (Loïc Nottet, Léo Nocta). The guitar of Canadian songwriter Simon Jutras (McLean) and the backing vocals of conductor Emeline Burnotte (Sing for the moment) are also featured. There are many others as well.

    A new opus, simple in appearance, but the fruit of long-term research, combining field and studio work, which aims to put biodiversity in music and nature in the spotlight. Like a treatise on ornithology or a botanical manual, the track list refers to various animal and plant species. These species can be identified on the cover artwork by Namur-based artist Demos from the Drash collective. 

    Details:

    Artist: Olvo
    Release: Continuum
    Label: Low Kick Records
    Release Date: October 10, 2025, save & order here

    About Olvo

    Olvo is a Belgian producer and composer. He is known for crafting immersive soundscapes. In his works, electronic and acoustic elements coexist in delicate harmony. His work bridges ambient, chamber music, and alternative hip-hop, often infused with ecological and cinematic influences.

    With a background in visual storytelling, Olvo’s music feels like a soundtrack to an imagined world — poetic, organic, and deeply connected to nature. His second solo album, Continuum, continues this artistic vision. It blends field recordings, instrumental collaborations, and subtle electronic textures. This mix reflects the beauty and fragility of the environment.

    Through his music, Olvo invites listeners to slow down, observe, and reconnect — transforming sound into a living ecosystem of emotion and meaning.

    Instagram: @olvomusic

    Facebook: Olvo

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    Curses pres. Tutto Vetro – Trust The Beat via Wrong Era

    Luca Venezia aka Curses revives late ’80s & early ’90s club spirit with Trust The Beat—a raw, emotional fusion of trance, EBM & Detroit techno energy.

    Luca Venezia, aka Curses, has always worn his passion for early underground club music on his sleeve. With the Tutto Vetro project, he taps into the late ’80s and early ’90s sounds of Valencia, Frankfurt, and NYC.

    A moment when trance, post-EBM, and Detroit techno merged to create something raw, emotional, and futuristic.

    The new EP, Trust The Beat, is a love letter to that fleeting but powerful sound. When artists like Umo Detic, Robotiko Rejekto, and New Scene were blurring lines between Electro, Progressive, and EBM, and the influence of Detroit and New York was having a heavy influence on the German underground. Before genres split and made their title, there was a little magic, and Venezia captures that essence throughout this record, pushing it forward for a new generation.

    Wrong Era co-captain Fabrizio Mammarella delivers a relentless, no-holds-barred remix of “Wild Things,” reminding us why he’s a master of the sound.

    With just one previous release under the Tutto Vetro alias on Spain’s Megebreakz (Oráculo), this marks a return to familiar territory for Venezia.

    Venezia’s 2015 So Strange EP helped shape the Curses sound and cemented a lasting bond with the Slow Motion / Wrong Era family.

    Details:

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