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Volkstrauertag: Erstes Gedenken an LSBTIQ*
Erstmals wird am Volkstrauertag auch queeren NS-Opfern gedacht. LSVD⁺ fordert: historisches Gedenken muss heute zu effektivem Schutz von LSBTIQ* führen.
Beim Totengedenken am Volkstrauertag wurde zum ersten Mal auch ausdrücklich an Menschen erinnert, die wegen ihrer geschlechtlichen oder sexuellen Identität während des Nationalsozialismus verfolgt und getötet wurden.
LSVD⁺ begrüßt Erweiterung des Totengedenkens
Henny Engels, Bundesvorstand des LSVD⁺ – Verband Queere Vielfalt erklärt:
Wir begrüßen ausdrücklich, dass beim Totengedenken am Volkstrauertag erstmals auch der während des Nationalsozialismus verfolgten queeren Menschen gedacht wurde. Es war lange überfällig, dass auch die lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans* und intergeschlechtlichen sowie weitere queere (LSBTIQ*) Opfer des NS hier einbezogen werden. Aus dem Gedenken an die staatliche Verfolgung von LSBTIQ* erwächst jedoch auch eine politische Verantwortung für ihren wirksamen Schutz in Gegenwart und Zukunft.
Damit so ein Unrecht nie wieder geschehen kann, fordern wir die demokratischen Fraktionen im Bundestag auf, gemeinsam den Antidiskriminierungsparagraphen im Grundgesetz um den expliziten Schutz aller LSBTIQ* zu ergänzen. Mit Art. 3 Abs. 3 sollten 1949 die Lehren aus dem NS-Regime gezogen werden, aber LSBTIQ* wurden dort bewusst nicht aufgenommen.
Das Unrecht schrieb sich fort
Gleichgeschlechtlich liebende Männer waren auch in der Bundesrepublik noch jahrzehntelang der oft lebenszerstörenden Verfolgung durch den § 175 StGB unterworfen. Lesbischen Müttern wurde das Sorgerecht entzogen. Ein expliziter grundgesetzlicher Schutz von LSBTIQ* ist nicht nur ein Gebot historischer Verantwortung, sondern auch ein Gewinn für die gesamte demokratische Gesellschaft!
Weiterlesen:
- Bundestag debattiert über Grundgesetzergänzung für LSBTIQ*
- Kampagne zur Grundgesetzergänzung: https://www.zusammen-fuer-gerechtigkeit.de/
- Der Bundespräsident – Pressemitteilungen – Bundespräsident erweitert Totengedenken am Volkstrauertag

Über den LSVD⁺
Der LSVD⁺ Verband Queere Vielfalt ist ein Bürgerrechtsverband. Er vertritt Interessen und Belange von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans*- und intergeschlechtlichen sowie weiteren queeren Menschen (LSBTIQ*).
Menschenrechte, Vielfalt und Respekt – wir wollen, dass LSBTIQ* als selbstverständlicher Teil gesellschaftlicher Normalität akzeptiert und anerkannt werden. Wir sind präsent in der Öffentlichkeit, den Medien und der Politik. Der LSVD⁺ nimmt Stellung und wird angehört, wenn die Belange von LSBTIQ* berührt sind: von der Bundesregierung, vom Bundestag und vom Bundesverfassungsgericht.
Mit einer Spende und/oder Mitgliedschaft können Sie uns und unsere Arbeit für “Menschenrechte, Vielfalt und Respekt” unterstützen. Vielen Dank.
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Schließung des SchwuZ ist ein schwerer Verlust für Berlins
Schließung des SchwuZ bedroht Berlins queere Kultur. Die Clubcommission fordert echte politische Maßnahmen, um Vielfalt, Räume und Clubkultur zu schützen.
Die Clubcommission Berlin reagiert mit großer Sorge. Die Schließung des SchwuZ trifft einen der ältesten und bedeutendsten queeren Clubs der Stadt. Der Club war Motor für queere Kultur, soziale Projekte und Sichtbarkeit. Die Politik sollte handeln und Rahmenbedingungen schaffen, die solche Orte sichern, Vielfalt stärken und die Zukunft der Berliner Clubkultur aktiv gestalten
Goodbye Berlin? Schließungen bedrohen die queere und kulturelle Vielfalt
„Eine Regenbogenhauptstadt definiert sich nicht nur durch Bekenntnisse auf dem Papier, sondern durch konkrete Maßnahmen zum Erhalt und zur Förderung queerer Infrastruktur.“
Marcel WeberMit großer Betroffenheit reagiert die Clubcommission Berlin auf die Ankündigung. Das SchwuZ – einer der ältesten und bedeutendsten queeren Clubs Deutschlands – schließt nach fast 50 Jahren. Der traditionsreiche Club – und Mitglied der Clubcommission – prägte über Jahrzehnte das queere Nachtleben der Hauptstadt. Es war ein sicherer Ort für Generationen von Menschen aus der LGBTQIA*-Community.
Das SchwuZ – eine Institution queerer Kultur
Seit der Gründung im Jahr 1977 gab es das SchwuZ an vier Standorten in Berlin; 2013 zog der Club vom Mehringdamm in Kreuzberg nach Neukölln ins Rollbergviertel in deutlich größere Räume, die bis zu 1.000 Menschen fassten. Queere Projekte wurden im SchwuZ auf den Weg gebracht. Dazu gehören das Stadtmagazin Siegessäule, der Buchladen Prinz Eisenherz, die Schwulenberatung und der erste Berliner CSD 1979.
„Das SchwuZ war für viele Menschen weit mehr als ein Club – es war ein Zuhause, ein Schutzraum, ein Stück Berliner Identität. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie viel Herzblut, Engagement und Community in diesem Ort steckten.
Dass trotz aller Bemühungen, Restrukturierungen und Sanierungsversuche keine tragfähige Perspektive mehr gefunden werden konnte, ist ein bitteres Signal – und zeigt, wie schwierig die Lage für Clubs in dieser Stadt insgesamt geworden ist.“
Marcel Weber, 1. Vorsitzender der ClubcommissionDie wirtschaftliche Lage vieler Clubs ist angespannt

Nachwirkungen der Corona-Pandemie, steigende Fixkosten, kaum zugängliche Kulturförderung und grundlegende, wirtschaftlich schwierige Rahmenbedingungen belasten die Branche. Gerade Orte wie das SchwuZ, die kulturelle, soziale und queere Arbeit leisten, sind besonders schützenswert – und brauchen deshalb gezielte politische Unterstützung.
„Wenn Berlin seinem eigenen Anspruch gerecht werden will, braucht es jetzt entschlossenes politisches Handeln – nicht nur Symbolpolitik, sondern echte Unterstützung für die Räume, die queeres Leben seit Jahrzehnten ermöglichen und prägen. Der Verlust des SchwuZ ist ein Armutszeugnis für eine Stadt, die sich als Vorreiterin queerer Rechte und Kultur versteht.“
Marcel WeberDie Schließung des SchwuZ steht in einem eklatanten Widerspruch zum Selbstverständnis Berlins als „Regenbogenhauptstadt“, wie es im Koalitionsvertrag von CDU und SPD festgeschrieben ist. Die Regierungskoalition bekennt sich zur Förderung queerer Vielfalt und zum Schutz von LGBTQIA*-Räumen. Trotzdem verschwindet mit dem SchwuZ einer der wichtigsten queeren Kultur- und Begegnungsorte der Stadt.
„Wir dürfen Clubschließungen nicht als Einzelfälle betrachten. Die wirtschaftliche Lage ist für viele Branchen schwierig, allerdings leisten auch Clubs einen kulturellen und gesellschaftlichen Beitrag, der nicht in Bilanzen messbar und für die Stadt unverzichtbar ist. Wenn Berlin weiterhin diese Räume verliert, verliert es ein Stück seiner Identität und Vielfalt. Es ist an der Zeit, politische Verantwortung zu übernehmen und faire Rahmenbedingungen zu schaffen, die Clubs stärken und langfristig sichern.“
Emiko Gejic, Pressesprecherin der ClubcommissionDie Clubcommission weist darauf hin, dass sie seit Jahren mittels Branchenumfragen die bevorstehenden Risiken aufgezeigt hat. Clubs tragen erheblich zur Wirtschaftskraft der Stadt bei, schaffen Arbeitsplätze, ziehen internationale Gäste an und prägen das Image der Stadt als weltoffene Metropole. Gerade weil die Bedingungen so schwierig sind, braucht es jetzt entschlossenes politisches Handeln.
Wie soll es weiter gehen?
Die Clubcommission fordert, die Clubkultur politisch ernst zu nehmen, ihren Beitrag anzuerkennen und ihre Zukunft aktiv zu sichern.Die Clubcommission betont daher: Grundlegende Förderinstrumente, die für Clubs tatsächlich zugänglich sind – pragmatisch, realitätsnah und dauerhaft umzusetzen.
„Die Schließung des SchwuZ muss ein Weckruf sein, Clubkultur als das zu begreifen, was sie ist: ein zentraler Teil der Berliner DNA – lebendig, vielfältig und unterstützenswert.“
Emiko GejicEs ist wichtig, dass Clubs rechtlich als Kulturorte und gesellschaftliche Räume anerkannt werden. Dies sollte ihren Schutz vor Verdrängung durch steigende Mieten, Gentrifizierung oder neue Bauprojekte beinhalten. Es muss faire Rahmenbedingungen für kulturelle und queere Räume geben, damit Vielfalt und Kreativität auch künftig Bestand haben.
Mehr über die Clubcommission Berlin findet ihr hier und auf der Website.
Taged as/in; berlin, Clubcommission Berlin, Clubkultur, community, Kulturpolitik, LGBTQIA, QueereKultur, Regenbogenhauptstadt, SchwuZ, Vielfalt -

Pyrame & Semodi – Hypnotic eP via THISBE Recordings
“Hypnotic” — a mesmerizing tech house & minimal journey by Pyrame and Semodi, featuring Mailys. Out Nov 14, 2025 on THISBE Recordings.
“Hypnotic” is the collaboration EP of Berlin-based Pyrame and Semodi, and sums up the creative work done by both friends in the studio over the past year.

Pyrame and Semodi have produced two tracks. They blend tech house and minimal house. The tracks are layered with mesmerizing vocals to create a thought-provoking record.
Joining the crew, the vocalist Mailys interpretes Pyrame´s narration about the power of the human brain, imagination and fantasm.
The EP also includes reworks of “Mais Qui Es-Tu?” by Melodic Techno chief No Hopes and a Goa Mix by Orchid as well as a remix of “Hypnotic” by House maestro Bruno Otranto.
“Hypnotic” will drop on Friday 14th of November 2025 on a limited vinyl edition, on Bandcamp and on all streaming platforms via THISBE Recordings.

- Release Date: November 14th, 2025
- Listen & Order: on bandcamp
- House, Tech House, Minimal House
- Catalog Number THISBE024
- Artwork by Christoffer Budtz
Taged as/in; berlin, Bruno Otranto, Electronic, EP, House, hypnotic, Mailys, Minimal House, No Hopes, Orchid, Pyrame, Semodi, Tech House, Thisbe Recordings, vinyl -

erfolgreiches Modellprojekt – Alte Feuerwache Tempelhof
Alte Feuerwache Tempelhof: Zwei Monate urbane Experimente, Kultur, Clubnächte & Performances – ein Raum für Gemeinschaft, Vielfalt und Teilhabe.
Für zwei Monate wurde die ehemalige Feuerwache am Flughafen Tempelhof zur Bühne für kollektive Praxis, künstlerische Aneignung und urbane Imagination. Koordiniert vom Torhaus Berlin e.V. in Kooperation mit der Clubcommission Berlin e.V. und dem Urbane Praxis e.V., entstand ein Raum für Experimente zwischen kultureller Produktion, Diskurs und Gemeinschaft. Viele sind dieser Einladung gefolgt.
„In Zeiten zunehmender Flächenknappheit und konkurrierender Nutzungsansprüche ist es wichtiger denn je, gemeinschaftlich organisierte Kulturprojekte und Synergien zwischen Akteurinnen und Akteuren der Freien Szene zu fördern.
Das Modellprojekt „Alte Feuerwache” im ehemaligen Flughafen Tempelhof steht exemplarisch für einen niedrigschwelligen Zugang zu landeseigenen Flächen und für klare Rahmenbedingungen, die eine verantwortungsvolle Nutzung ebenso wie kulturelle Teilhabe über verschiedene Zielgruppen hinweg ermöglichen. Solche Ansätze stärken nicht nur die Vielfalt, sondern leisten einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt in unserer Stadt.”
Sarah Wedl-Wilson, Senatorin für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt des Landes BerlinVom 15. August bis 18. Oktober wurde das Gebäude an 47 Tagen bespielt, verwandelt und infrage gestellt. Neben einer Dauerausstellung fanden insgesamt 34 Sonderveranstaltungen statt: rund 10.0000 Besucher*innen, zahlreiche Clubnächte, Performances, Konzerte, Workshops, Lesungen, Filmabende und Fachtagungen. Sechs Clubnächte wurden über einen Open Call der Clubcommission durch einen Jury Entscheid vergeben.

Foto: Jascha Müller-Guthof (Tag der Clubkultur) Das Nutzungskonzept war bewusst spartenoffen angelegt und machte das Nebeneinander unterschiedlicher künstlerischer, diskursiver und sozialer Formate zur Qualität und zum Programm.
Vielfalt der freien Gruppen der Berliner Szene
„Mit der Alten Feuerwache haben wir einen Möglichkeitsraum geschaffen, der zeigt, was passiert, wenn Verwaltung, Stadtgesellschaft und freie Akteur:innen gemeinsam gestalten. Die große Resonanz bestätigt unseren Glauben an offene, zugängliche und selbstorganisierte Kulturorte – auch und gerade in öffentlichen Gebäuden.”
Torhaus Berlin e.V.Die Alte Feuerwache Tempelhof steht exemplarisch dafür, was möglich ist. Kulturelle Infrastrukturen werden in enger Zusammenarbeit mit der Verwaltung koproduziert, geöffnet und gemeinschaftlich gestaltet. Das geschieht mit einfachen Zugängen, klaren Rahmenbedingungen. Es gibt Vertrauen in die Vielfalt der freien Gruppen der Berliner Szene. Dabei ging es nicht nur um Inhalte, sondern auch um Strukturen: Akustische Anpassungen, temporäre Umbauten und neue Nutzungsmodelle wurden erprobt – als praktische Grundlage für zukünftige kulturelle Entwicklungen am Standort Tempelhof.
„Wir haben diesen weiteren kulturellen Akzent am Flughafen Tempelhof sehr begrüßt und die Kooperation gerne unterstützt. Dieses Modellprojekt hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig es ist, den THF immer weiter zu beleben und ihn zugänglich für die ganze Stadtgesellschaft zu machen.
Durch unsere eigenen Programme am THF TOWER haben wir gesehen, wie gut hier Kulturformate gelingen und angenommen werden. Dass die Alte Feuerwache im TOWER zwei Monate erfolgreich mit Angeboten bespielt wurde, bekräftigt uns in unserer Entwicklung sehr. Im Dezember etwa veranstalten wir hier am zweiten und dritten Adventswochenende einen großen Wintermarkt.”
Fabian Schmitz-Grethlein, Geschäftsführung Tempelhof ProjektAus Sicht der Clubcommission Berlin zeigt das Modellprojekt eindrücklich, welches Potenzial in der kulturellen Nutzung landeseigener Liegenschaften liegt. Räume wie die Alte Feuerwache Tempelhof bieten eine Möglichkeit. Sie ermöglichen es, urbane Freiräume als Orte des Austauschs, der Teilhabe und der kulturellen Innovation zu begreifen.
Die Clubcommission betont ausdrücklich, dass bei der kulturellen Aktivierung landeseigener Liegenschaften mit der Zwischennutzung in der Alten Feuerwache sowie anderen Modellflächen wichtige Erfolge erzielt werden könnten.
Konzepte für eine nachhaltige Kulturraumpolitik
Laut Clubcommission dürfen solche Immobilien nicht ausschließlich wirtschaftlich, sondern gemeinschaftlich gedacht und entwickelt werden. Die Erfahrungen aus dem Projekt verdeutlichen, dass temporäre Nutzungen wertvolle Erkenntnisse für nachhaltige Kulturraumpolitik liefern. Vertrauensvolle Kooperationen zwischen Verwaltung, Zivilgesellschaft und Szene sind zentrale Voraussetzungen für eine lebendige, vielfältige Stadtkultur.
„Die Alte Feuerwache Tempelhof hat gezeigt, welche Möglichkeiten entstehen, wenn Stadtentwicklung und Kulturpolitik gemeinsam Räume für gemeinschaftlich organisierte Kultur schaffen. Hier haben wir gemeinsam mit dem Senat gezeigt, dass faire und transparente Flächenvergabe sowie Zusammenarbeit auf Augenhöhe möglich sind.
Die Vergabe von Räumen zur Zwischennutzung steht für eine Kulturraumpolitik, die Zugänge schafft statt ausschließt, kulturelle Vielfalt sichtbar macht und dazu beiträgt, die kulturelle Landschaft Berlins zu bereichern.”
Kai Sachse, Geschäftsführung Clubcommission Berlin e.V.Das Projekt war Teil der Modellflächenreihe im Rahmen des Kulturmodernisierungsprogramms. Die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt initiierte es. Es wurde von dieser und der Lotto-Stiftung Berlin gefördert.
Über die Clubcommission:
Die Clubcommission ist das Netzwerk der Berliner Clubkultur. Sie wurde im Jahr 2001 gegründet und ist mit über 350 Mitglieder die weltweit größte Vereinigung von Clubbetreiber:innen und Veranstalter:innen. Sie unterstützt die Arbeit der Kulturunternehmer:innen durch die Optimierung der Rahmenbedingungen und die Verbesserung der Infrastruktur.
Neben vielen verschiedenen Aktivitäten wie nachhaltiger Stadtentwicklung, Schallschutz und der Vermittlung zwischen Clubs, Bauherren und der Nachbarschaft, gibt es auch die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Nachtökonomie.
Zudem wird die Entwicklung von Antidiskriminierungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen in Clubs verfolgt. Die Erforschung der verschiedenen Dimensionen der Clubkultur ist seit jeher ein wichtiger Bestandteil ihrer Arbeit.
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New EP: Camera Lens With Vaseline via Iptamenos Discos
A hypnotic, blurred-edge slow-burner from Captain Mustache & Third Culture with haunting vocals by Victoria Rawlins, out Nov 5 on Iptamenos Discos.
Iptamenos Discos unveils “Camera Lens With Vaseline”, a new single from Captain Mustache & Third Culture with vocals by Victoria Rawlins, arriving this November. The Berlin imprint known for off-kilter electronics, dark disco inflections and industrial textures adds another leftfield cut to its catalog with this collaboration.
Captain Mustache, Third Culture & Victoria Rawlins
The track lives up to its name: blurred at the edges and slightly unreal. French producer Captain Mustache teams with Third Culture – the cross-continental pairing of Sian and Sacha Robotti – to craft a hypnotic slow-burner that pulls the listener inward rather than striking directly. Victoria Rawlins moves through the mix like a flickering transmission: close and delicate one moment, distant and ghostlike the next. Her presence feels like a half-remembered voice embedded in foggy synths and pulsing bass.



F.l.t.r.: Victoria Rawlins, Third Culture & Captain Mustache. “Camera Lens With Vaseline” straddles the space between cinematic score and club hypnosis. It’s designed for smoke-filled dancefloors. It’s also perfect for solitary headphone sessions. The tempo moves with intention. Small details surface over time.
The track is lush and hypnotic. It is subtly disorienting. It reflects Iptamenos Discos’ instinct for electronic music that pushes at form while preserving emotional depth.

Details:
- Release Date: November 5th, 2025
- Trailer
Smart Link - Catalog Number ISI010
- Electroclash, Indie Dance, Dark Disco
About Iptamenos Discos
Iptamenos Discos is a Berlin-based imprint dedicated to the fringes of electronic music—where shadowy textures, off-kilter rhythms and cinematic atmospheres collide. Known for its blend of electroclash, dark disco, industrial inflections and leftfield experimentation, the label champions artists who push form while preserving emotional depth.
Each release carries a distinct sense of mood and narrative, crafted for smoke-filled clubs, late-night wanderers and listeners drawn to the unusual, the hypnotic, and the beautifully disorienting.
Captain Mustache
Captain Mustache is a French producer known for blending retro-futurist electronics with emotional nuance. His sound moves between electro, dark disco, and melodic machine funk—always marked by a sleek, analogue warmth. With a catalog spanning club-driven cuts and cinematic synth pieces, he has carved out a distinct voice that balances playfulness, craft, and understated melancholy.
Captain Mustache: @captainmustache_official Instagram
Third Culture
Third Culture is the collaborative project of Sian and Sacha Robotti, a cross-continental pairing rooted in techno, electro, and left-field club culture. Together they fuse sharp rhythmic instincts with atmospheric depth, crafting tracks that feel both expansive and intimate. Their work explores identity, movement, and the tension between digital precision and human emotion.
Third Culture: @thirdcultureofc Instagram
Victoria Rawlins
Victoria Rawlins is a Los Angeles–based vocalist, DJ, and selector whose work draws on shadowy pop, post-punk moods, and spectral electronic textures. Her voice slips between clarity and haze, carrying a haunting presence that lingers in the mix. Known for her impeccable taste and cinematic aura, she brings an otherworldly quality to every collaboration.
Victoria Rawlins: @rawvictoria Instagram
Taged as/in; Captain Mustache, Dark Disco, electroclash, Indie Dance, Third Culture, Victoria Rawlins -

New Album by Olvo – Continuum, Out now on Low Kick Records
Olvo’s Continuum merges electronic and acoustic worlds into a poetic ode to nature’s beauty and fragility. Out Oct 10, 2025 on Low Kick Records.
Olvo returns with Continuum. It is an immersive journey. Electronic and acoustic textures intertwine to echo the beauty of nature. These sounds also reflect nature’s fragility. Out now on Low Kick Records.
It all started with a solo bike ride. The perfect opportunity for Belgian producer and composer Olvo to sketch out the first lines of Continuum, his second solo album. Conceived as a fictional soundtrack to an environmental documentary, this work is gentle and poetic. Continuum delicately evokes the theme of telling an ecological fable.
The album explores various musical genres, from ambient to chamber music and alternative hip-hop, in the artist’s trademark style. At times reminiscent of film music, punctuated by ecological mantras and supported by nature recordings, the album subtly blends acoustic and electronic instruments.
An ambitious cast of contributions

On this second project, there are no features as such. However, there are numerous instrumental collaborations. An ambitious cast contributes, including the violin of Damien Chierici (Dan San, Kowari) and the cello of Eugénie Defraigne (Loïc Nottet, Léo Nocta). The guitar of Canadian songwriter Simon Jutras (McLean) and the backing vocals of conductor Emeline Burnotte (Sing for the moment) are also featured. There are many others as well.
A new opus, simple in appearance, but the fruit of long-term research, combining field and studio work, which aims to put biodiversity in music and nature in the spotlight. Like a treatise on ornithology or a botanical manual, the track list refers to various animal and plant species. These species can be identified on the cover artwork by Namur-based artist Demos from the Drash collective.

Details:
Artist: Olvo
Release: Continuum
Label: Low Kick Records
Release Date: October 10, 2025, save & order hereAbout Olvo
Olvo is a Belgian producer and composer. He is known for crafting immersive soundscapes. In his works, electronic and acoustic elements coexist in delicate harmony. His work bridges ambient, chamber music, and alternative hip-hop, often infused with ecological and cinematic influences.
With a background in visual storytelling, Olvo’s music feels like a soundtrack to an imagined world — poetic, organic, and deeply connected to nature. His second solo album, Continuum, continues this artistic vision. It blends field recordings, instrumental collaborations, and subtle electronic textures. This mix reflects the beauty and fragility of the environment.
Through his music, Olvo invites listeners to slow down, observe, and reconnect — transforming sound into a living ecosystem of emotion and meaning.
Instagram: @olvomusic
Facebook: Olvo
Taged as/in; Continuum, Damien Chierici, Demos, Drash Collective, Emeline Burnotte, Eugénie Defraigne, Low Kick Records, Namur, Olvo, Simon Jutras -

Curses pres. Tutto Vetro – Trust The Beat via Wrong Era
Luca Venezia aka Curses revives late ’80s & early ’90s club spirit with Trust The Beat—a raw, emotional fusion of trance, EBM & Detroit techno energy.
Luca Venezia, aka Curses, has always worn his passion for early underground club music on his sleeve. With the Tutto Vetro project, he taps into the late ’80s and early ’90s sounds of Valencia, Frankfurt, and NYC.
A moment when trance, post-EBM, and Detroit techno merged to create something raw, emotional, and futuristic.
The new EP, Trust The Beat, is a love letter to that fleeting but powerful sound. When artists like Umo Detic, Robotiko Rejekto, and New Scene were blurring lines between Electro, Progressive, and EBM, and the influence of Detroit and New York was having a heavy influence on the German underground. Before genres split and made their title, there was a little magic, and Venezia captures that essence throughout this record, pushing it forward for a new generation.
Wrong Era co-captain Fabrizio Mammarella delivers a relentless, no-holds-barred remix of “Wild Things,” reminding us why he’s a master of the sound.
With just one previous release under the Tutto Vetro alias on Spain’s Megebreakz (Oráculo), this marks a return to familiar territory for Venezia.
Venezia’s 2015 So Strange EP helped shape the Curses sound and cemented a lasting bond with the Slow Motion / Wrong Era family.

Details:
- Release Date : November 21st, 2025
- Catalog Number WE020
- Smart Link: listen & order here
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Stay tuned with the arts!
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