Einer der gefährlichsten Orte für den streng geschützten Fischotter ist ausgerechnet die Bayerische Staatskanzlei. Dort wird seit Jahren versucht, den Abschuss dieser faszinierenden Tiere mithilfe fragwürdiger Ausnahmeverordnungen zu ermöglichen.
Die geplanten Änderungen des Jagdrechts, die verletzungsintensive Fallenjagd und den Einsatz von Nachtsichtgeräten erlauben sollten, konnten wir mit einem erfolgreichen Eilverfahren vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof vorerst stoppen. Das Hauptsacheverfahren steht jedoch noch aus.
Deshalb kämpfen wir weiter für ein Urteil, das diese tierschutzwidrigen Jagd- und Fangmethoden endgültig verbietet. Ministerpräsident Markus Söder und sein Stellvertreter Hubert Aiwanger wollen sie trotz erheblicher Bedenken hinsichtlich des europäischen Artenschutzrechts durchsetzen.
Prävention und Koexistenz
Dabei liegen die Lösungen längst auf dem Tisch: Geförderte Schutzzäune für Teichanlagen und die Renaturierung von Gewässern schaffen Ausweichflächen für Fischotter, schützen die Tiere und eröffnen Teichwirten zugleich nachhaltige Perspektiven. Statt auf Prävention und Koexistenz zu setzen, verschärft die Staatsregierung jedoch weiterhin den Konflikt.
Besorgniserregend ist zudem, dass bereits das nächste Bundesland den Fischotter ins Visier nimmt. Die Thüringer CDU fordert, den Fischotter stärker in die Jagdpolitik einzubeziehen. Damit bewegt sie sich nahe an Positionen der AfD, die den Fischotter bereits im November 2025 mit einer Kleinen Anfrage zum politischen Thema machte.
Werden Sie Fischotter-Pate
Unser juristischer Einsatz schützt deshalb nicht nur einzelne Tiere, sondern verteidigt den europäischen Artenschutz insgesamt.
Gleichzeitig engagiert sich unser Fischotter-Team für lebendige Flüsse und Auen. Wir schaffen gesunde, durchgängige Flusssysteme und fischotterfreundliche Uferbereiche. Von Projekten wie der Gewässeraufwertung des Thüringer Malzbaches profitieren nicht nur Fischotter, sondern zahlreiche weitere Tier- und Pflanzenarten.
Unser Video zeigt, welchen Gefahren Fischotter in Deutschland täglich ausgesetzt sind und wie wir uns dank der Unterstützung unserer Fischotter-Patinnen und -Paten für ihren Schutz einsetzen.
Bitte unterstützen Sie unseren Einsatz gegen interessengeleitete Politik auf Kosten geschützter Arten mit einer Fischotter-Patenschaft. Gleichzeitig ermöglichen Sie konkrete Schutzmaßnahmen vor Ort.
Gemeinsam können wir dafür sorgen, dass der Fischotter auch künftig einen sicheren Platz in unseren Flüssen hat.
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