Den feierlichen Auftakt bildet die Eröffnung am 14. Oktober 2026 um 19:30 Uhr im Kino in der Kulturbrauerei. Im Zentrum des fünftägigen Filmfestivals stehen zeitgenössische Spiel- und Dokumentarfilme aus der Ukraine, ein Kurzfilmwettbewerb und eine Retrospektive.
Zur Festivaleröffnung wird die Dokumentation “The Illusion of a Quiet Night” (2026) der ukrainischen Regisseurin Olha Chernykh präsentiert. Im Anschluss an die Vorführung steht die Filmemacherin dem Publikum für ein Q&A zur Verfügung.

Der Film nimmt uns mit auf eine Reise durch eine Sommernacht am 27. Juli 2025 in der Ukraine, gefilmt von 40 professionellen Kameraleuten und Hunderten Privatpersonen. Durch nächtliche Städte, Wälder, Frontlinien, Krankenhäuser und Tanzflächen erzählt der Film vom Leben eines Landes und einer Nation im Krieg: davon, wie die Nacht zugleich ein Mittel der russischen Kriegsführung und ein Ausdruck der Resilienz der Ukrainer:innen ist.
“The Illusion of a Quiet Night” zeichnet ein kollektives Porträt eines Lebens zwischen Erschöpfung und anhaltender Hoffnung und Weitermachen.
Musikalisch begleitet wird die Eröffnung von Aziza Eskender, einer multidisziplinären ukrainisch-krimtatarischen Künstlerin und Aktivistin, deren Schaffen eigene Musik, Performancekunst, Theater, Poesie und bildende Kunst umfasst. In ihren Arbeiten beschäftigt sie sich mit Dekolonisierung, kulturellem Gedächtnis, Freiheit und Widerstand. Dabei setzt sie sich kritisch mit dem russischen und sowjetischen Kolonialerbe auseinander und wirkt der Auslöschung krimtatarischer Stimmen entgegen.
The Illusion of a Quiet Night

Synopsis: Die russischen Angriffe auf die ukrainische Zivilbevölkerung ereignen sich vorwiegend im Schutz der Dunkelheit. In der Dokumentation “The Illusion of a Quiet Night” halten 40 Profi-Kameraleute zusammen mit zahlreichen Privatpersonen die Geschehnisse der Nacht des 27. Juli 2025 fest. Ihre Aufnahmen führen uns durch urbane Räume und tiefe Wälder, dokumentieren den harten Alltag an der Frontlinie und fangen zugleich flüchtige Augenblicke privaten Glücks ein.
Über die Regiesseurin
Olga Chernykh wurde 1990 in Donezk geboren. 2017 schloss sie ihr Masterstudium an der Fakultät für Kamera an der Nationalen I.-K.-Karpenko-Karyi-Universität für Theater, Film und Fernsehen in Kyjiw ab. Ihr Film A Picture to Remember eröffnete 2023 das International Documentary Film Festival Amsterdam und wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet. The Illusion of a Quiet Night ist der zweite Langfilm der Regisseurin und feierte 2026 seine Premiere beim Festival Visions du Réel.
Festivaleröffnung am 14. Oktober 2026
Kino in der Kulturbrauerei, Schönhauser Allee 36, Berlin
- 18:30 Uhr – Einlass & Empfang
- 19:30 Uhr – Eröffnungszeremonie, Filmvorführung The Illusion of a Quiet Night (mit anschließendem Q&A)
Neben dem Hauptprogramm widmet sich das Festival einer thematischen Filmreihe über die Donbass-Region sowie Erinnerungen an Babyn Yar, zeigt neue ukrainische Filmhits und führt zum dritten Mal den Kurzfilmwettbewerb durch. Das vollständige Programm wird im September bekannt gegeben.
Über das Ukrainian Film Festival Berlin
Das Ukrainian Film Festival Berlin wurde 2020 gegründet und hat sich seitdem zu einer wichtigen Plattform für das zeitgenössische ukrainische Kino in Deutschland entwickelt. Mit sechs erfolgreichen Festival Editionen, Filmreihen wie Ukraine Known Unknown sowie zahlreichen Vorführungen aktueller preisgekrönter Produktionen von ukrainischen Filmemacher:innen hat das UFFB wesentlich zur Sichtbarkeit und Anerkennung der ukrainischen Filmkunst beigetragen. Begleitend organisiert das Festival Podiumsgespräche mit Expert:innen aus der Ukraine und Deutschland zu den Themen Film, Kultur, Bildung und Gesellschaft.
Das UFFB wird vom Medienboard Berlin-Brandenburg gefördert und arbeitet mit zahlreichen Partnerinstitutionen zusammen, darunter ARTE, das Dovzhenko Zentrum sowie das Institut für Osteuropastudien der Freien Universität Berlin und der Universität Potsdam (Institut für Jüdische Studien und Religionswissenschaft), Stiftung Erinnerung, Verantwortung, Zukunft (EVZ), Ukrainisches Institut Deutschland und Vitsche.

Neu als Partner des UFFB mit dabei sind die ukrainische VOD-Plattform Takflix, mit welcher das Filmfestival ukrainische Klassiker, eine Episode der Serie Острів любові / Insel der Liebe, aus den 1990er Jahren zeigt, sowie das Kulturprojekt „Ukrajina Cinema“ und der ukrainische Sender Suspilne Ukraine.



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