Endlich Frühling! Am Freitag, den 20. März beginnt er im Maxim Gorki Theater offiziell. Und am 21/März feiert das Gorki NEWROZ! – den kurdischen Frühlingsanfang. Das Fest steht für Erneuerung, Freiheit und den Sieg über die Unterdrückung. Das sind heute wieder erschreckend aktuelle Themen.

Die kurdische autonome Region Rojava wird in den letzten Wochen von syrischen Truppen und dem IS brutal und auf schlimmste Weise menschenrechtsverletzend angegriffen. Seitdem sammeln wir gemeinsam mit unserer Artist in Residence, Zehra Doğan, nach jeder Vorstellung noch bis einschließlich Newroz Spenden für Heyva Sor, den Kurdischen Roten Halbmond.
Rave trifft Heritage
Am Newroz-Abend präsentieren ab 21:00 im Studio Я Muskila und Simona Abdallah für ihr erstes Berlin-Konzert eine Live-Performance, die in der kraftvollen Energie nahöstlicher Live-Percussion und cluborientierter elektronischer Musik verwurzelt ist. Eine Hommage an ihre kurdischen und palästinensischen Wurzeln, die gleichzeitig in Rave-Ästhetiken und futuristische Clubkontexte hineinführt. Abgerundet wird der Abend von einer Party mit der in Hannover lebenden, kurdischen DJ Orientalisman.
Gleich sechs Gorki-Stücke sind im März auf Tour – von Leipzig bis Athen –, während die einzige März-Premiere am 13. des Monats im Studio Я stattfindet: JANE EYRE, der Klassiker aus dem Jahre 1847, den sich unser Ensemblemitglied Nairi Hadodo zusammen mit Daniela Holtz neu vorgenommen hat.
Mit Gesang, Tanz und einer scharfen Beobachtung unserer heutigen Praxis, Macht und Liebe zu vereinen. Sie erlauben sich in feministischer Tradition eine schwesterliche und generationsübergreifende Fortführung. Außerdem radikalisieren sie die Gedanken von Charlotte Brontë.
Programm zum Internationalen Frauentag
Bereits einige Tage zuvor, am 8/März, ist Internationaler Frauentag. Um 18:00 beginnt das Konzert des von Sema Moritz und Shermin Langhoff ins Leben gerufenen Chores SEYYARE – ANATOLIAN WOMEN’S CHOIR. Die zwanzig Choristinnen wirkten zuletzt auch in Ersan Mondtags Inszenierung Das Rote Haus mit. Sie bringen jahrhundertealte Volkslieder aus Anatolien, dem Balkan, dem Kaukasus und dem Nahen Osten auf die Bühne des Maxim Gorki Theaters. Diese Lieder stammen aus ihren Migrations- und Exilerfahrungen.

Am Vorabend, am Abend des Samstag, den 7/März, feiert das Studio Я mit dem queeren CLUB DE BAILE mit lateinamerikanischen Sounds ab 20:00 in den feministischen Kampftag hinein.
Der 15/März gehört dann dem Roten Haus. So hieß das Telefunken Arbeiterinnen-Wohnheim in der Stresemannstraße 30. Im jüngst stattgefundenen 7. Berliner Herbstsalon ЯE:IMAGINE: THE RED HOUSE – INVENTORIES/INTERVENTIONS/INVENTIONS war ihm eine Ausstellung gewidmet, die aktuell noch einmal unter dem Titel DAS ROTE HAUS: STRESEMANNSTRASSE 30 – EINE INVENTUR im Gorki-Kiosk gezeigt wird und am 15/März um 17:00 mit einer Finissage zu Ende geht.
Frauen, die einander halten

In diesem Rahmen wird es einen kleinen musikalischen Beitrag der Sängerin Nihan Devecioğlu geben, die zudem um 20:30 mit ihrem Projekt YOLDAŞ – FRAUEN, DIE EINANDER HALTEN, rund um die Arbeiterinnen aus dem Münchner BMW-Werk, im Studio Я zu sehen sein wird.
Auf der großen Bühne zeigen wir um 18:00 Ersan Mondtags und Till Brieglebs Theaterstück DAS ROTE HAUS, das zu Beginn der Spielzeit Premiere feierte und den 7. Berliner Herbstsalon eröffnete. Es basiert auf Motiven aus Emine Sevgi Özdamars Romanen Die Brücke vom Goldenen Horn und Seltsame Sterne starren zur Erde sowie Interviews mit ehemaligen Heimbewohnerinnen.
Das gesamte März-Programm des Maxim Gorki Theaters finden Sie unter www.gorki.de
Maxim Gorki Theater Berlin
Am Festungsgraben 2
10117 Berlin
Tel. 030 – 20221 355 / 392
presse@gorki.de
www.gorki.de
Text von Elisa Thorwarth und Nino Medas, Presse


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