10 Jahre Pop-Kultur: Das sind die 65 Acts 2024

10 Jahre Pop-Kultur: Das sind die 65 Acts 2024
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Pop-Kultur feiert seine zehnte Ausgabe. Zum runden Jubiläum richtet das Berliner Festival den Blick auch 2024 vor allem auf das Heute und Morgen in der Popkultur-Welt.

»Pop-Kultur versteht sich auch nach einem Jahrzehnt als musikalischer Diskursraum und diskursiver Musikraum. Ich freue mich in diesem Jahr auf die Internationalität und kreative Energie unseres Festivals, das die Grenzen des popkulturell Möglichen stets neu auslotet«

Marie von der Heydt, Interims-Geschäftsführerin des Musicboard Berlin und Festivalleitung von Pop-Kultur.
Header Image: Blumengarten

das sind die Acts

Rund 65 Acts sind schon bestätigt, darunter eine Band, die 2023 wie ein Krokus in den Pophimmel geschossen ist – Blumengarten. Mit entwaffnender Verletzlichkeit und Offenheit spielten sie letztes Jahr – noch vor dem Erscheinen ihres Debütalbums – vor ausverkauften Sälen. Dem Rock-‘n’-Roll-Spirit kann das Pop-Kultur-Publikum unter anderem mit der seit 1977 aktiven Post-Punk-Legende A Certain Ratio frönen.


Sextile © Sarah Pardini

Teil des Lineups sind außerdem die amerikanischen Punk-Raver*innen von Sextile, die New Yorker House- und Ambient-Musikerin James K, der kenianische zwischen Experimental und Electronic changierende Blinky Bill und das amerikanisch-belgische Newcomer-Duo GHOSTWOMAN, die nur mit Gitarre und Drums einen sehr tanzbaren Schrammel-Garagen-Sound erzeugen.

Der Pop-Kultur Festivalspirit 2024

Auch die Indierock-Künstlerin Ilgen-Nur findet bei Pop-Kultur 2024 statt. Es ist bereits die dritte Performance nach ihrem Newcomerauftritt und Commissioned Work.

»Es kommt nicht von ungefähr, dass Ilgen-Nur uns im Jubiläumsjahr die Ehre erweist – viele Künstler*innen starten bei Pop-Kultur ihre Karriere und bleiben dem Festival auch danach treu. Diese Mischung aus Beständigkeit und neuen Impulsen ist uns sehr wichtig. Sie gehört zum Pop-Kultur-Festivalspirit

Christian Morin, Festivaldirektor

Für die kreative Verbundenheit stehen auch Hope, die schon bei »Pop-Kultur Nachwuchs« dabei waren, beim Festival ein Konzert spielten und nun mit einer Commissioned Work zurückkommen. Die Berliner Band, die schon als Support für Depeche Mode unterwegs war, arbeitet mit der britischen Künstlerin und Umweltaktivistin Emma Critchley zusammen, um die Pop-Kultur-Besucher*innen akustisch und visuell in bedrohte Unterwasserwelten eintauchen zu lassen. Auch die weiteren Commissioned Works lassen Themen wie Achtsamkeit und Selbstreflexion anklingen.

Die ungewisse Zukunft des Anthropozäns

Die Iranerin Pari Eskandari, deren »Chadors« auf Trickys Label False Idols veröffentlicht wurde, widmet sich beispielsweise inneren psychischen Zuständen und Welten – ihren eigenen, aber auch denen ihrer Familie. Der Videokünstler Lillevan und der Musiker Schneider TM laden mit ihren Gäst*innen in die audiovisuell immersive »Echokammer UTOPIA« ein, die sich mit der ungewissen Zukunft des Anthropozäns beschäftigt.

Pari Eskandari © Gunnar Heilmann

Der Facettenreichtum iranischer Sounds wird auch im Live-Programm hörbar. Mit dem weiblichen Duo Stereotype zum Beispiel, das seinen widerständigen Industrial-Sound 2023 nicht mehr länger nur im Underground spielen wollte und emigrierte. Oder Esfand, die iranische Folk Music und elektronische Klänge miteinander vereinen. Mit der Musikkultur im Iran wird sich auch ein Panel bei Pop-Kultur beschäftigen.

Ein Rausch der Farben und Soundscapes

Genrefluide poppig wird es mit futurbae, die ihren rauschhaften Sound mitbringt. Überhaupt bleibt die Präsenz nicht-männlich gelesener Stimmen bei dieser Festivalausgabe stark, vor allem im Bereich Hip-Hop. Zu ihnen gehören das Hamburger all-female Kollektiv bangerfabrique oder OG LU aus Frankfurt mit ihren frech-frontenden Lyrics.

Neu im Lineup:

Bashar Murad, Christin Nichols (CW), douniah, FÜR ELISE, Gaye Su Akyol, hotgirl, Krista Papista (DJ-Set), LUCIDVOX, Mary Ocher.

Melanie Jame Wolf & friends, MOLHAM, Ms Nina, Olympia Bukkakis & Friends, Otis Mensah (CW), Priya Ragu, Sinem, Steve Mekoudja (CW), The KVB, Twin Flame, VÍZ, Zebra Katz 

Pop-Kultur 2024 mit Konzerten und Commissioned Works von:

A Certain Ratio, Anushka Chkheidze, Arab Strap, bangerfabrique, Blinky Bill, Blumengarten, Cheap Wedding, Eden Derso, Esfand, EsRAP, EuroEyez, Evija Vēbere, Fee Aviv, futurebae, GHOSTWOMAN, Hope & Emma Critchley (CW).

Ilgen-Nur, Ivo Dimchev, Jaakko Eino Kalevi, James K, Jenys, Kabeaushé, Keeley Forsyth, Lady Donli, Lambrini Girls, Martina Stock, Melenas, MPC Lafote, OG LU, Pari Eskandari (CW), Pillow Fite, Plattenbau.

Rachael Lavelle, Rasco, Rich Aucoin, Schneider TM & Lillevan (CW), Sextile, Stereotype, Swell Maps C21, Tarwater, The Morning Stars, VV & The Void, What Are People For?, ZIMBRU

Festival-Website www.pop-kultur.berlin
Ticketshop: https://tickets.pop-kultur.berlin/

Pop-Kultur-Festival-Adresse:
Kulturbrauerei, Schönhauser Allee 36, 10435 Berlin 

Text von Marie Ketzscher & Ines Weißbach

Das Festivalformat Pop-Kultur wird gefördert durch das Land Berlin – Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt und aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE), »Stärkung des Innovationspotentials in der Kultur III (INP III)«. Pop-Kultur Commissioned Works & Pop-Kultur Inter:national wird gefördert durch die Initiative Musik gemeinnützige Projektgesellschaft mbH mit Projektmitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Das Programm »Goethe Talents« wird gefördert vom Goethe-Institut. 

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One response to “10 Jahre Pop-Kultur: Das sind die 65 Acts 2024”

  1. […] Programmpunkte anlässlich des 10. Geburtstags der POP-Kultur 2024 folgen in […]

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