Kunst schafft es, politische und gesellschaftliche Ströme zu vereinen. Mode steht für stetigen Wandel. Das geschriebene Wort steht für Ausdruck, idealerweise gefühlt durch Wahrheit – die wir uns selbst über unsere eigene Biografie hinaus – aneignen müssen. Die Kunst ist es die uns eint, auch wenn Sie ihnen in vielen Formen und Farben begegnen muss, um sie voll verstehen zu können. “I see a red door and I wanna paint it black”, ist wohl eine der berühmtesten Zeilen aus dem gleichnamigen Song der Rolling Stones und nicht nur für mich–sondern auch für unzählige andere Verbündete im Geiste–Ausdruck einer Politik, seiner Gesellschaft und des Weltbildes, welches seine Werte verkauft hat und nun vor der Frage steht, was kommt danach? Menschen mit dem Spirit der Revolution.

Wir leben in einer Gesellschaft in der Konsum an erster Stelle steht. In der versucht wird durch Sucht, Flucht und Rausch, essentiellen Fragen des Lebens zu entkommen. Es ist eine Zeit in der, die oftmals unbequeme Wahrheit, durch geschönte Bilder verdeckt wird und nur selten in volle Maße bewusst dargestellt oder erforscht werden kann. In Zeiten, in denen sich durch soziale Medien jeder zu Wort melden kann und der dunkle Spiegel verzerrt darstellt was wir erleben, haben wir es verlernt richtig zu kommunizieren. Wie schafft man es also tiefer unter die Oberfläche zu kommen? Andere Fragen zu stellen, als die vielen Magazine vor uns? Wie schafft man es die Wahrnehmung von Lesern in eine Richtung zu lenken, die nicht an Manipulation grenzt, sondern individuelle Imagination fördert und damit den Horizont tatsächlich für das Neue öffnet? Durch andere.

Ästhetik besticht nicht nur durch schöne Bilder, sondern auch durch Tiefe. Diese kann wiederum nur zu Tage treten, wenn die Oberfläche nicht statisch, sondern durchlässig ist. Selbstbewusstsein ist hierbei gefragt. Es ist jedoch nur zu schaffen, wenn Wahrheit eine größere Rolle spielt als unser eigenes Ego, wir authentisch bleiben und uns mit Dingen befassen, die uns nicht immer leicht fallen. Programmieren zum Beispiel, Fehler machen, einkreisen, verstehen und zuletzt lösen. Dies gilt für so vieles im Leben.

Doch sind wir bereit für diese Wahrheit? Dazu bereit herauszufinden, was sich alles hinter den aalglatten Bildern der Mode und ihrem Glitter verbirgt? Ich weiß es bereits durch viele Jahre, die mich im inneren Zirkel bewegt habe und doch nie richtiger Teil davon war. Was würden Sie an meiner Stelle tun, um die Welt ein kleines Stück besser zu machen? 

Ihr Alexander Renaldy


Editor in Chief 
B’SPOQUE magazine

Alexandre Renaldy
Posted by:Alexandre Renaldy

Editor in Chief, Work: The Corner Berlin, flair magazine, H.O.M.E.; Signature Places, Vestiaire Collective, EVE images, B'SPOQUE magazine etc.