Urania Berlin: neue Formate

Urania Berlin: neue Formate

Die Urania hat mit dem neuen Bürgerforum im Mai wieder das Programm aufgenommen! Die Highlights im Mai und Juni hier im Überblick.

Die Urania Berlin hat ihr neues Programm gestartet und sich zum Ziel gesetzt gesellschaftsrelevante Themen zu Wissenschaft, Politik, Demokratie und Klima- und Umwelt auf die Urania Bühne zu bringen. Mit neuen Formaten lädt die Urania Berlin dazu ein, gesellschaftliche Themen gemeinsam anzugehen und in den Austausch über Herausforderungen, Ziele und Lösungen zu gehen. Es wird kontrovers diskutiert, mehr über wissenschaftliche Trends und Ergebnisse erörtert und mit dem aktuellen Forschungsstand beschäftigt.

HOMO LUDENS setzt den Fokus auf Spiel und Mensch, während bzw.: BEZIEHUNGSWESEN sich den Beziehungen unseres Daseins widmet. StadtNaturONTOUR führt uns an unterschiedliche Orte Berlins zu den Themen Nachhaltigkeit, Umwelt und Biodiversität.

Zukunftsorientiert schaut die Urania Berlin bei TOMORROW: auf gesellschaftliche Transformationsprozesse und widmen uns mit AUFBAUAUF den Themen Bauen, Wohnen und Stadtentwicklung. Die Highlights für die ersten zwei Juni Wochen sind mit äußerst spannenden Themen und Menschen besetzt. Sie sind herzlich dazu eingeladen, zahlreich zu erscheinen und sich an den spannenden Diskussionen zu beteiligen.

Highlights im Juni:


Die Faltung der Welt: Ein Weg aus Klimakrise und Wachstumsdilemma

Vortrag aus der Reihe TOMORROW:jetzt

Fr, 02.06.2023, 19:30 Uhr
Prof. Anders Levermann, Kristin Langen

Wir befinden uns am Ende des Zeitalters der Expansion – und wir brauchen ein neues Narrativ für den nächsten Schritt. Die Begrenztheit unserer Erde kollidiert mit der Realität und Notwendigkeit rasanter gesellschaftlicher Entwicklung. Wenn man akzeptiert, dass beides harte Realitäten sind, dann stehen wir vor einem Dilemma von Begrenztheit und Dynamik. Der verzweifelte, wenn auch verständliche Ruf nach Verzicht und Rückbesinnung ist hilflos und wenig zielführend, denn er löst das Dilemma nicht auf. Das mathematische Prinzip der Faltung könnte diese Lösung liefern, denn es erlaubt unendliche Entwicklung in einer endlichen Welt durch Wachstum in die Vielfalt. Nicht Wachstum ins Mehr, sondern Wachstum in die Diversität. Und zwar nicht theoretisch, sondern sehr praktisch – sei es beim Europäischen Emissionshandel oder der Unternehmenssteuer.

Prof. Anders Levermann ist renommierter Physiker und Klimawissenschaftler. Seit 2003 forscht er am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und leitet die Abteilung Komplexitätsforschung. Seit 2004 ist er Koautor des UN-Weltklimarats (IPCC), der 2007 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde und berät Vertreter aus Politik und Wirtschaft in Bezug auf Fragen zum Klimawandel.Kristin Langen ist freie Journalistin und beschäftigt sich mit Wirtschaftswachstum, Verteilung und Klimagerechtigkeit. Ihre Schwerpunkte sind an der Schnittstelle zwischen Klima / Umwelt und Wirtschaft. Sie ist Mitglied im Netzwerk Plurale Ökonomik sowie Teil des Netzwerks Klimajournalismus Deutschland und moderiert regelmäßig Podiumsdiskussionen auch zu polit-ökonomischen Themen.

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Höherhinaus im Gemüsebeet

WorkshopAus der Reihe AUFBAUAUF

Mi, 07.06.2023, 16:00 Uhr
Hanna Burkhardt

Wir laden herzlich zum gemeinsamen Gärtnern im Urania Garten ein. Dieses Mal bauen wir Rankgerüste, denn auch Pflanzen steigen gern auf. Außerdem bringen wir Sommersaatgut aus und sorgen dafür, dass auch im Sommer etwas im Urania Garten wächst.

Hanna Burkhardt vom Prinzessinnengarten Kollektiv Berlin leitet den Workshop an und steht für alle Fragen rund um Garten, Pflanzen und Gärtnern zur Verfügung.

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Manfred Osten trifft…Seyran Ateş

PodiumsdiskussionAus der Reihe bzw.:BEZIEHUNGSWESEN

Mi, 07.06.2023, 19:30 Uhr
Manfred Osten, Seyran Ateş

„Orient und Okzident sind nicht mehr zu trennen“ (Goethe)Manfred Osten im Gespräch mit der Gründerin der Ibn Rushd Goethe-Moschee in Berlin, Seyran Ateş.Die Rechtsanwältin, Autorin und Frauenrechtlerin türkisch-kurdischer Abstammung, Seyran Ateş, verfolgt seit vielen Jahren konsequent ihre Vision eines progressiven, zeitgemäßen Reform-Islam, der für sie mit Demokratie und Menschenrechten vereinbar ist.

Sie hat inzwischen Zeichen gesetzt für diesen liberalen Islam, der Frauen und Männer als gleichberechtigt und gleichwertig versteht.Ein Islam, der die weltliche und religiöse Macht trennt und sich um eine geschlechtergerechte Auslegung des Korans und der Hadithe (Aussprüche und Anordnungen des Propheten) bemüht.Im Gespräch mit dem Kulturwissenschaftler Manfred Osten (zuletzt: Goethes Prophetie der Welt als „großes Hospital“, Wallstein Verlag) und Seyran Ateş, die nach der Gründung der Moscheegemeinde Morddrohungen erhielt, soll u.a. auch auf ihren gemeinsamen Bezugspunkt eingegangen werden: Goethe und der Islam.

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Wissenschaft und Politik mit Fritz Habekuß

Podiumsdiskussion Aus der Reihe TOMORROW:jetzt

Fr, 09.06.2023, 19:30 Uhr
Fritz Habekuß, Prof. Dirk Messner, Dr. Brigitte Knopf, Dr. med. Alena Buyx

Die Polykrise ist der neue Modus operandi der Politik, es gibt nicht nur ein Problem, sondern immer gleich mehrere, zeitgleich. Doch die unterschiedlichen Krisen haben unterschiedliche Zeitlichkeiten – und damit aus der Logik der Regierenden auch unterschiedliche Dringlichkeiten. Hohe Gaspreise im Inland abzufedern, wird als wichtiger angesehen als völkerrechtliche Zusagen im Klimaschutz umzusetzen, koalitionsinterne Streits binden Aufmerksamkeit, die an anderer Stelle fehlt. 

Alexander von Humboldts Zitat nervt, aber er hatte Recht: Alles hängt mit allem zusammen. Die Gaspreise hierzulande mit dem Schicksal der Fischer an der Küste Senegals, die Dürre in Ostafrika mit kenternden Booten im Mittelmeer und innenpolitischen Debatten über Migration, die Renaturierung von Mooren in Mecklenburg mit der Frage, ob Klimaverträge eingehalten oder gebrochen werden.

ZEIT-Redakteur Fritz Habekuß spricht mit dem Präsidenten des Umweltbundesamtes, Prof. Dirk Messner, der Generalsekretärin des Mercator Center for Global Commons and Climate Change Dr. Brigitte Knopf und mit der Vorsitzenden des Deutschen Ethikrates Dr. med. Alena Buyx darüber, was es braucht, damit wissenschaftliche Befunde in der Politik ankommen, ob Forscher:innen anders kommunizieren müssen und wie es gelingen kann, die Probleme der Gegenwart zu bekämpfen ohne die Krisen der Zukunft zu beschleunigen.

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Das gesamte Programm finden Sie hier:

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