Portrait: Friederike D. Gänßlen

Die Künstlerin Friederike D. Gänßlen ist 1962 in Ulm geboren. Ihre Assemblagen behandeln Themen des Zeitgeist, sowie persönliche Erfahrungen.

Als Material dient Gänßlen Gefundenes und lange Aufbewahrtes. Die studierte Sinologin arbeitete unter anderem als Fernsehjournalistin, Fachdolmetscherin für chinesische Medizintheorie und Qigong, Projektmanagerin von EU-Projekten und Blindenassistentin. Stationen Ihres Lebens sind neben vielen weiteren Orten z.B. Lausanne, Tübingen, Shanghai, Berlin und Brüssel.

„Brunnenstraße 138“

Mit der Ausstellung „Brunnenstraße 138“ in ihrem jetzigen Wohnort Stuttgart fanden ihre Werke im April/Mai  2023 erstmals ein größeres Publikum. Die Künstlerin zeigt dabei ausgewählte Stücke, die soziologische und politische Aussage in den Arbeiten darstellen. Die gefundenen Objekte wurden dabei so zusammen gefügt, dass sie eine ironische und zugleich kritische Aussage über das Verhältnis zu materiellen Dingen, sowie deren Lebenszeit und Zyklus trifft. Dabei entstehen ganz neue Skulpturen, die einen Mehrwert darstellen und aus dem geschaffen sind, was scheinbar  für den Mainstream wertlos geworden ist. 

So entstehen die Fragen: was ist es wert aufbewahrt, repariert oder gepflegt zu werden? Denn je ungewöhnlicher der Fund ist den Gänßlen macht, umso spezieller und subtiler ist die spätere Aussage in dem fertigen Object Trouvé. Ob Feminismus, Geschichtsvergessenheit oder die Kritik am Alltagsverhalten, in den Arbeiten Gänßlen’s verbindet sie den Widerspruch der Gesellschaft in ihrem Verhalten und die damit einher gehenden Konsequenzen für nachfolgende Generationen. 

Mehr über die Künstlerin erfahren Sie hier: www.friederike-gaensslen.de

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