Hamburger Bahnhof: Sandra Mujinga

Hamburger Bahnhof: Sandra Mujinga

Noch bis zum 01.05.2023 läuft im Hamburger Bahnhof die Ausstellung der Künstlerin Sandra Mujinga. Ihr Sujet: Science-Fiction und hybride Wesen.

Im Oktober 2021 erhielt Sandra Mujinga den Preis der Nationalgalerie 2021, der mit einer Ausstellung und einer begleitenden Publikation verbunden ist. So wird die Künstlerin die Historische Halle des Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart mit einer neuen Video-Installation bespielen, die den Titel „I Build My Skin With Rocks“ trägt.

„Meine Geister kommen aus der Vergangenheit und aus der Zukunft.“

Sandra Mujinga

In ihren Arbeiten erforscht Sandra Mujinga (geb. 1989 in Goma, DRC; lebt und arbeitet in Berlin und Oslo) den Körper und seine Abwesenheit sowie die Beziehungen von menschlichen und nichtmenschlichen Wesen. Dabei sind Mujingas Skulpturen, Installationen, Videoarbeiten, Performances, Fotografien, Musik, Soundscapes und Schriften einprägsame kritische Reflexionen darüber, was kulturelle Produktion bewirken kann und wie die Präsenz eine:r Künstler:In über die eigene Arbeit hinaus wahrgenommen und verbreitet wird.

Video Installion & Science Fiction

Anlässlich der Auszeichnung mit dem Preis der Nationalgalerie 2021 zeigt die Künstlerin mit I Build My Skin with Rocks eine neue Videoarbeit im Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart. Im Mittelpunkt der Arbeit steht ein hybrides Wesen – halb Mensch, halb Elefant –, dessen Erscheinungsbild von Mujingas ausgeprägtem Interesse am Prinzip des Weltenbaus (Worldbuilding) im Science-Fiction-Genre und an den Überlebensstrategien von Tieren geprägt ist.

Die gleichnamige Publikation zeigt erstmals einen umfassenden Überblick über das facettenreiche Werk der Künstlerin, begleitet von vielschichtigen Essays von Daniel Milnes, Thangam Ravindranathan, Wong Binghao und Kathryn Yusoff, die mit den etablierten Narrativen um Sandra Mujingas Werk brechen und neue Perspektiven zu den Themen postkolonialer Theorie, Animal Studies, Gender- und queeren Perspektiven bieten. Der Preis der Nationalgalerie wird seit 2000 alle zwei Jahre an zeitgenössische Künstler:Innen unter 40 Jahren vergeben. Zu den bisherigen Preisträger:Innen zählen u. a. Cyprien Gaillard, Anne Imhof und Monica Bonvicini.

Die vollständige Abstraktion auf dem Kubus: biologisches material oder menschlicher Zerfall?

Zur Ausstellung erscheint eine umfangreiche Publikation im Distanz Verlag mit Beiträgen von Wissenschaftler:Innen aus unterschiedlichen Fachbereichen, die die Praxis von Sandra Mujinga vielseitig beleuchten.


IBMSWR: I Build My Skin With Rocks

09.12.2022 bis 01.05.2023

Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart

Eine Sonderausstellung der Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin. Die Ausstellung wird ermöglicht durch die Freunde der Nationalgalerie und gefördert durch BMW.


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#Dialogue

Eine Antwort zu „Hamburger Bahnhof: Sandra Mujinga“

  1. […] Standpunkte entstehen. Dieses Bewusstsein kann sie dazu befähigen, ‚zwischen‘ den gezeigten Videobildern zu lesen und darüber […]

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