Ein anderes Land. Jüdisch in der DDR

Ein anderes Land. Jüdisch in der DDR

Mit einer neuen Ausstellung beleuchtet das JMB die jüdische Kultur innerhalb der DDR. Hierzu können Besucher:innen Beiträge, Bilder, Musik und Kunst entdecken.

Die Ausstellung „Ein anderes Land. Jüdisch in der DDR“ unter­nimmt eine doku­mentarische Forschungs­reise durch einen bisher wenig erkundeten Teil deutsch-jüdischer Geschichte und verknüpft sie mit Bildender Kunst, Film und Literatur, mit viel­schichtigen Biografien und außer­gewöhnlichen Exponaten.

Aus einer akteurs­zentrierten Perspektive nimmt die Ausstellung jüdische Erfahrungen in Ost­deutschland in den Blick und erzählt über die Wende­zeit hinaus bis in die unmittel­bare Gegen­wart. Im Mittel­punkt stehen Zeit­zeug:innen mit ihren persönlichen Geschichten. Was bewegte Jüdinnen:Juden zur Rück­kehr in die DDR? Was bedeutete es, jüdisch zu sein in der DDR? Welches Verhältnis hatten Jüdin­nen:Juden zur staat­lichen Ordnung?

Die Utopie

Nach der Erfahrung der Schoa verband viele Jüdin­nen:Juden ein gemein­samer Wunsch: Mit der DDR einen anti­faschistischen Staat aufzu­bauen – „ein neues Land“, wie es einige von ihnen in Gesprächen formulierten. Sie waren vor den National­sozialisten aus Deutsch­land geflohen und nach 1945 in die sowjetische Besatzungs­zone zurück­gekehrt, hatten Konzentrations­lager über­lebt oder die Zeit im Versteck über­standen. Über ihre Exil­erfahrungen, ihr Über­leben und ihre Remigration erzählen sie in der Aus­stellung.

Die Band­breite des Begleit­programms reicht von einem Konzert der Band Stern-Combo Meißen bis hin zu der wissen­schaftlichen Tagung „…und der Zukunft zugewandt? – Über jüdische Geschichte[n] in der DDR“. Und auch die Aus­stellung selbst wird zum Veranstaltungs­ort: Am Dienstag­nachmittag gibt es in persönlicher Atmo­sphäre Lesungen, Diskussionen, Film­vorführungen und Zeit­zeug:innen­gespräche.

Mit künst­lerischen Arbeiten von Silvia Dzubas, Lea Grundig, Barbara Honigmann, Leon Kahane, Marion Kahnemann, Yael Reuveny und Vera Singer. Das Jüdische Museum Berlin lädt Sie und Ihre Freund:innen herzlich zur Ausstellungseröffnung ein.

Es sprechen:

Hetty Berg Direktorin, Jüdisches Museum Berlin; Prof. Dr. Markus Hilgert Generalsekretär der Kulturstiftung der Länder; Dr. Tamar Lewinsky, Martina Lüdicke und Theresia Ziehe Kuratorinnen, Jüdisches Museum Berlin

Musik:

Toni Krahl – City; André Herzberg – Pankow; Martin Schreier und Manuel Schmid – Stern-Combo Meißen

Zur Ausstellung


Ein anderes Land Jüdisch in der DDR

Donnerstag 7. September 2023 19:00 Uhr
Glashof Jüdisches Museum Berlin, 
Lindenstraße 9–14, 10969 Berlin


Hinweis Bitte beachten Sie, dass nur begrenzt Sitzplätze zur Verfügung stehen und es aufgrund der Sicherheitskontrollen zu Wartezeiten am Einlass kommen kann.
Gefördert durch Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien · Kulturstiftung der Länder · DIE FREUNDE DES JMB 
Kooperationspartner: Deutschlandfunk Kultur · Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien e. V. · Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum MedienpartnerWall · tipBerlin · radioeins

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