The Ring Or The Midas Touch?

Was den long-term Lover betraf hatten wir astronomische Superlative in unseren Vorstellungen vom Leben entdeckt. Doch was jetzt?


Das neue Ziel und die Dualität dahinter gefiel mir, aber ich wusste nicht, ob er dazu gewillt war es wahr werden zu lassen? Why war meine Loyalität auf dem Prüfstand? Oder war alles nur ein Mid-Sommernachtstrauma?

Haven’t h(e)ad any complaints, yet…

Vielleicht wusste ich nicht viel über dieses Gefühl. Aber, wenn ich es für jemanden empfand, schreckte ich selbst vor mir zurück. Ich wollte etwas zerstören oder einfach nur kaputt machen, was mir in diesem kurzen Momenen solch großen Schmerz zugefügt hatte. Zwar wusste ich, dass einiges von dem was ich erlebt hatte, Teil meines Prozesses war, doch war es der aufkeimende Widerspruch in mir, durch den ich lernte ihn endlich loszulassen. Als er seinen Ex-Freund an meinem 30. beerdigte wusste ich, es konnte keine Hochzeit sein, dafür der vermeintlich nächste Todesfall. Zugleich wusste ich, dass es nicht einfach sein würde, denn ich hatte ihm ein wichtiges Detail der Vergangenheit anvertraut. Aber ich wusste inzwischen mehr als mir lieb war.

Oh, never trust the…

Immer wenn ich mir eingestand, dass ich ihm vertrauen wollte oder mit ihm diese Seite auszuleben, bremste mich die Vergangenheit und der Vibe der Ehe-Frau auf. Ich war zwar nicht mehr besitzergreifend, jedoch fühlte ich, dass meine andere Seite, es ganz schön in sich hatte. Ewig in meinem Leben die zweite Geige zu spielen, erschien mir für meine Dreißig zu früh und definitiv zu schade. Und doch, ich liebte ihn, wie ich nie zuvor geliebt habe. Vermutlich sah ich mich wieder von außen, zu viel denkend, sagend und fühlend aber ich wollte ihn lieben. Auch wenn ich neuerdings für die Dramen sorgte und er nun scheinbar im Rollstuhl saß. Jedenfalls gab es da noch mehr.

All About Eve…

Gedanklich hatte ich zumindest in diesen verqualmten und vor mich hin rotierenden Nächten von mir selbst als treibender Kraft dieses Triangels verabschiedet. Die Alllüren war mehr als genug, für meinen empfindsamen Aether und die beruflichen Ambitionen, die ich hatte. Wie ich es selbst sah, konnte es nur Vergebung sein die einen Weg aus dem Labyrinth bereitete, in welchem wir uns beide befunden hatten. Was auch immer an die Stelle des Coitus an diesem Freitag in der Frühe getreten war, wir hatten damit einen neuen Deal geschlossen. Um genau zu sein, wusste ich nicht einmal warum ich es nicht früher erkannt hatte? Nicht nur, dass ich es auch ihm verdankte, dass ich wieder schrieb. Es war der reine Gedanke an das was ich sah und ich wusste, dieses Spiel würde nicht unser letztes sein.

We always want …

Gedanklich hatte ich die Mathematik lange vor der Beerdigung zu meinem 30. gemacht und wusste, ich konnte mich bis zu einem gewissen Grad zwar auf die Menschen in meinem Umfeld verlassen. Jedoch war ich bereit die Zügel selbst in die Hand nehmen und voranzugehen. Wie auch damals als ich trennte und der Leere bewusst machte, die auf eine Liebe folgte, hatte ich auch dieses Szenario im 6.Stock seines Treppenhaus doch bereits vor langer Zeit vorausgesehen. Nur gedanklich schaffte ich es nicht ihn nun endgültig loszulassen. Schafften wir es diese Brücke zu einer Freundschaft zu schlagen oder war es dieses Mal wirklich das Ende? Mein kleines aber feines Geheimnis war zumindest ein Anfang, wie ich ihn verstanden hatte. Doch warum sollte er mir überhaupt loyal bleiben, jetzt da ich entzaubert war?

To B’ or not to B’…dramatic?

Ich war wütend und kam nicht umhin mich zu wundern, warum ich da noch eine Story parat haben sollte, wenn ich von ihm selbst kein Vertrauen zurück bekam? Es war dieses ewige Katz und Maus Spiel, dass sich schon Bach besingen ließ und welches mich zwar noch auf eine Weise amüsiert hatte, aber in eine schwierigere Situation brachte. Wollte ich ihn nicht aufgeben? Dabei wusste ich mich auch noch anders zu begeistern und war offen genug für diesen Neustart der sich vor mir auftat. Warum auch nicht? Für ihn war ich nach all der Zeit auch nicht mehr als Zeitvertreib, den er bisher immer hatte abrufen können, sobald aus dem heimischen Schoss zurück kam. Zwar half er wo er konnte, aber ich war verletzt.

We shared …

Zwar wäre dieses Kapitel an dieser Stelle zu Ende, doch die Höhen die ich ihm vorgab, schienen auch dem Meister am Himmel mit Pfeil und Bogen auch nicht gewachsen zu sein. Wie immer konnte ich nicht umhin, mein eigenes Drama und die Sehnsüchte nach mehr in diesem komplizierte werdenden Stück zu füttern. Die Frage nach einem warum, stimmte mich fast traurig. Doch kein Gefühl, welches an dieser Stelle fair ihm gegenüber gewesen wäre, beschrieb den Moment an dem ich ihm noch mehr von mir anvertraute. Besonders nach COVID hatte ich gehofft, dass mir auch etwas zurückbleiben würde. Doch die einsame Bitterkeit gehörte mir nicht, sie kam nicht von mir und ich widerstrebte mich sie anzunehmen. Vermutlich blieb ich bei den Elfen in meinem Traum(a) von der Liebe. Doch erkannte ich das Bild aus diesem Augenwinkel und wusste dass, ich mich der folgenden Verantwortung stellen und weiter machen würde, egal zu welchem Preis. Mein Leben hatte ja schließlich erst begonnen…